21. September 2017

Kretschmann will mit Pietisten sprechen

Quelle: idea.de

Winfried Kretschmann, MdL, Foto: Pressefoto winfried-kretschmann.de

Winfried Kretschmann, MdL, Foto: Pressefoto winfried-kretschmann.de

Stuttgart/Nagold/Frankfurt am Main (idea) – In den Streit um den Bildungsplan für die Schulen in Baden-Württemberg kommt Bewegung. Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Bündnis 90/Die Grünen) will darüber mit Pietisten sprechen. Das bestätigte der stellvertretende Sprecher der Landesregierung, Arne Braun (Stuttgart), auf Anfrage der Evangelischen Nachrichtenagentur idea.

Termin und Gesprächspartner seien noch offen. In die Vorbereitungen solle der Staatssekretär im Ministerium für Finanzen und Wirtschaft, Ingo Rust (SPD), einbezogen werden, sagte Braun. Rust hat gute Kontakte zur evangelischen Kirche. Er ist unter anderem Vorsitzender des Kirchengemeinderates in Abstatt bei Heilbronn und Vorsitzender der Bezirkssynode des Kirchenbezirks Marbach. Seine geistliche Prägung bekam er im CVJM.

Der grün-roten Landesregierung zufolge wird die „Akzeptanz sexueller Vielfalt“ ein Querschnittsthema im Bildungsplan 2015 darstellen, das in allen Jahrgängen allgemeinbildender Schulen behandelt werden soll. Von der ersten bis zur 12. Klasse sollen Schüler erfahren, dass es neben der Ehe von Mann und Frau andere Formen des Zusammenlebens gibt. Dabei geht es um die Interessen von LSBTTI-Menschen (Lesben, Schwule, Bisexuelle, Transgender, Transsexuelle, Intersexuelle). Gegen diese Absicht wandte sich eine Petition, die [Weiterlesen]