21. September 2017

Ist die Württembergische Landeskirche naiv?

Quelle: idea.de

Foto: Gisela Peter/pixelio.de

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Stuttgart (idea) – Ist die Evangelische Landeskirche in Württemberg im Umgang mit islamischen Organisationen zu wenig kritisch?

Diese Frage stellt sich angesichts von Medienberichten, dass der baden-württembergische Verfassungsschutz vor der Bewegung des islamischen Predigers Fethullah Gülen warnt. Sie soll laut Informationen des ARD-Politikmagazins „Report Mainz“ und des „Spiegel“ in Deutschland an rund 300 Bildungseinrichtungen beteiligt sein. Darunter ist auch der Stuttgarter Verein „Begegnungen“, der auf seiner Internetseite die württembergische Landeskirche als Partner angibt.

Die nach dem in den USA lebenden Imam Fethullah Gülen (geboren 1938 in der Türkei) benannte Bewegung ist weltweit aktiv. Sie konzentriert sich auf die Gründung von Privatschulen („BIL-Schulen“), Kindertagesstätten und anderen Bildungseinrichtungen. In der Türkei soll die Bewegung einen „Staat im Staate“ aufgebaut haben, behauptet die türkische Regierung. Dem baden-württembergischen Verfassungsschutz zufolge stehen mehrere Schriften, die Gülen oder Einrichtungen seiner Bewegung veröffentlicht haben, „inhaltlich zu einzelnen Bestandteilen der freiheitlichen demokratischen Grundordnung im Widerspruch“, insbesondere zum Gleichberechtigungsgebot, zur [Weiterlesen]