19. September 2017

„Evangelikale in Sachsen“ Bericht ruft scharfe Kritik hervor

Quelle: idea.de

Der Landesbischof der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Sachsens, Jochen Bohl. Foto: evlks.de

Der Landesbischof der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Sachsens, Jochen Bohl. Foto: evlks.de

Dresden (idea) – Auf scharfe Kritik in Kirche und Politik ist ein Bericht der Heinrich-Böll-Stiftung Sachsen gestoßen, der sich mit der Rolle der evangelikalen Bewegung im Freistaat befasst.

Die Autorin des Papiers mit dem Titel „Evangelikale in Sachsen“, Jennifer Stange (Leipzig), vertritt den Standpunkt, dass diese Christen zu viel Einfluss hätten und „nicht an der Kirchenpforte halt“ machten. Der sächsischen Landeskirche wirft Stange vor, eine Auseinandersetzung „mit fundamentalistischen Kräften“ zu scheuen. Diese „Beschwichtigungspolitik“ sei jedoch gescheitert.

Dem widersprach der Landesbischof der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Sachsens, Jochen Bohl (Dresden), auf Anfrage der Evangelischen Nachrichtenagentur idea scharf. Die Kirchenleitung verwahre sich „gegen alle Versuche der Polarisierung von außen wie von innen“. Bohl: „Von einem Scheitern dieser Strategie zu sprechen, zeugt von Unkenntnis der kirchlichen Situation, die pauschale Abwertung von Auffassungen, die sich auf die Bibel berufen, von überheblicher Anmaßung.“ In der sächsischen Landeskirche gebe es zu Fragen des Umgangs mit Homosexualität divergierende Meinungen. Die Kirchenleitung sei darum bemüht, dass die Gespräche in einem Klima des wechselseitigen Respekts geführt würden. [Weiterlesen]