13. Dezember 2017

Droht eine „moralische Umerziehung“?

Quelle: idea.de

Menschen bei Maischberger. Foto: Screenshot

Menschen bei Maischberger. Foto: Screenshot

Berlin (idea) – „Homosexualität auf dem Lehrplan: Droht die ,moralische Umerziehung’?“ Über diese Frage wurde am 11. Februar in der ARD-Sendung „Menschen bei Maischberger“ diskutiert.

Anlass war der umstrittene Entwurf des Bildungsplans in Baden-Württemberg. Er sieht vor, dass Themen wie Homo-, Bi- und Transsexualität im Schulunterricht intensiver und fächerübergreifend behandelt werden.

Die katholische Publizistin Birgit Kelle wandte sich dagegen, dass der Staat in die Kompetenzbereiche der Eltern eingreift. Das bedeute nicht, das Thema Homosexualität grundsätzlich aus der Schule zu verbannen. Aber der teilweise jetzt schon fragwürdige Sexualkundeunterricht müsse nicht auf viele weitere Fächer ausgeweitet werden. Außerdem dürften Kinder nicht zu früh mit dem Thema konfrontiert werden: „Ich finde es falsch, Eltern zu stigmatisieren, die sich dagegen wehren.“ Kelle kritisierte scharf, wie derzeit öffentlich über Lebensformen diskutiert werde: „Sich für Familien einzusetzen, reicht aus, um in Deutschland als homophob bezeichnet zu werden.“ Man müsse in der Debatte zwischen Toleranz und Akzeptanz unterscheiden: Toleranz bedeute, eine andere Meinung auszuhalten. Akzeptanz gehe weiter und bedeute, etwas gutheißen zu müssen. [Weiterlesen]