11. Dezember 2017

Israel: Antichristliche Attacken mehren sich

Quelle: idea.de

Gasse in Jerusalem. Foto: Helga Hauke/pixelio.de

Gasse in Jerusalem. Foto: Helga Hauke/pixelio.de

Jerusalem (idea) – Auf dem Zionsberg in Jerusalem mehren sich anti-christliche Hass-Attacken. Im Jahr 2013 hat es 39 Angriffe auf heilige Stätten – auch von Muslimen – gegeben, mehr als doppelt so viele wie noch vor zwei Jahren. Das berichtet der Rundfunksender Deutsche Welle (Bonn/Berlin).

Zu den Schändungen gehören antichristliche Schmierereien an Klöstern und christlichen Friedhöfen. So sprühten unbekannte Täter im Mai Sprüche wie „Jesus ist ein Hurensohn“ und „Tod den Christen“ auf die Klostermauer der katholischen Dormitio-Abtei, die sich auf dem Zionsberg vor den Toren der Jerusalemer Altstadt befindet. Auch ein orthodoxer und ein evangelischer Friedhof wurden geschändet.

„Allmählich herrscht auf dem Zionsberg Anarchie“, sagt der Sprecher der Dormitio-Abtei, der deutsche Pater Nikodemus Schnabel. Die Aktionen gingen weit über hasserfüllte Gesten radikaler Juden wie das Ausspucken vor Christen hinaus. Als Täter werden nationalreligiöse jüdische Siedler vermutet, die der sogenannten „Hügeljugend“ angehören. Darauf deutet der Schriftzug „Preisschild“, der bei anti-christlichen und anti-muslimischen Aktionen auch in den Palästinensergebieten gefunden wurde. Dieser Ausdruck werde verwendet, um der Forderung Nachdruck zu verleihen, die jüdischen Siedlungen im Westjordanland beizubehalten. Jeder Angriff auf ihr Weltbild fordere seinen „Preis“. [Weiterlesen]