12. Dezember 2017

Flashmob in Leipzig gegen Christenverfolgung

Quelle: agwelt.de

Knieende Teilnehmer während des Flashmob gegen Christenverfolgung. Foto: Thomas Schneider/agwelt.de

Knieende Teilnehmer während des Flashmob gegen Christenverfolgung. Foto: Thomas Schneider/agwelt.de

(AG WELT) Um die katastrophale weltweite Christenverfolgung in die Öffentlichkeit zu bringen, haben sich am vergangenen Samstag etwa 50 meist junge Leute zu einem Flashmob über das soziale Netzwerk facebook verabredet.

Um die nötige Aufmerksamkeit bei den Passanten zu erreichen, liefen die Teilnehmer aufgeregt umher als würden sie verfolgt. Nach einem lauten Sirenenton knieten sie sich auf die Erde nieder, legten ihre Hände auf den Rücken und hielten ihren Blick nach unten gerichtet. Damit symbolisierten sie die Gefangenschaft eines inhaftierten Christen.

Vaterunser durchs Megaphon

Der in Leipzig studierende Benjamin Remtisch verkündete über ein Megaphon den Zuschauern, dass etwa 100 Millionen Menschen weltweit aufgrund ihres Glaubens verfolgt werden.

Der Student Benjamin Remtisch informiert die Zuschauer zur weltweiten Christenverfolgung. Foto: Thomas Schneider/agwelt.de

Der Student Benjamin Remtisch informiert die Zuschauer zur weltweiten Christenverfolgung. Foto: Thomas Schneider/agwelt.de

Christen seien die am meisten verfolgte Glaubensgruppierung. Aus dem jährlich vom Missionswerk OpenDoors veröffentlichten Weltverfolgungsindex 2014 nannte er eine Reihe der Länder, wo Christen am stärksten verfolgt und diskriminiert werden. Hinter jeder Platzierung stünden Kinder, Frauen und Männer, die Tag für Tag damit leben, für ihr Bekenntnis zu Jesus Christus bespitzelt, misshandelt, verhaftet oder gar umgebracht zu werden. Remtisch ermutigte die Öffentlichkeit mit den Worten: „Stärken Sie verfolgte Christen mit Ihrem Gebet und geben Sie ihnen die Gewissheit: Ihr seid nicht allein, wir stehen an eurer Seite!“ Abschließend beteten alle Flashmob-Teilnehmer laut das Vaterunser.

„Die Peiniger sollten hart bestraft werden!“

Während der Veranstaltungen blieben viele Passanten interessiert stehen. Auf die Frage, was er dabei empfinde, wenn er so etwas sehe und höre, meinte ein etwa 50jähriger Mann: „Ich glaube zwar nicht an Gott. Aber Christen wegen ihres Glaubens zu verfolgen, ist eine riesige Sauerei. Die Peiniger sollten hart bestraft werden!“

Die Inspiration dieses Flashmobs stammt von der Organisation „Open Doors“, die in der Schweiz am Bahnhof in Zürich diese Aktion durchführte. In Deutschland und Österreich fanden am gleichen Tag Flashmobs in etwa 25 Städten statt. Eine Teilnehmerin in Leipzig meinte zum Abschluss: „Ich hoffe, dass einige mitbekommen haben, was Christen weltweit erleiden müssen und ich glaube, dass Gott unsere Gebete erhört.“