23. September 2017

Hessischer Rundfunk räumt Fehler ein

Quelle: idea.de

Foto: Erich Westendarp/pixelio.de

Foto: Erich Westendarp/pixelio.de

Frankfurt am Main (idea) – Die Chefredaktion des Hessischen Rundfunks (HR) hat Fehler in dem Fernsehbeitrag „Gefährliches Heilsversprechen – Wie religiöse Fundamentalisten Homosexuelle quälen“ eingeräumt.

Der Sender hatte den Bericht am 24. November im landespolitischen Magazin „defacto“ ausgestrahlt. Darin war behauptet worden, Evangelikale diskriminierten Homosexuelle. Sie hielten Homosexualität für eine Krankheit, die geheilt werden könne. In dem Zusammenhang wurden der evangelikale Jugendkongress „Christival“, die Seelsorgeorganisation „Wüstenstrom“ (Tamm bei Stuttgart) und die ökumenische Kommunität „Offensive junger Christen“ (OJC/Reichelsheim bei Darmstadt) genannt.

Wie HR-Chefredakteur Alois Theisen (Frankfurt am Main) Kritikern der Sendung in gleichlautenden Stellungnahmen schreibt, sind „einige Formulierungen des Beitrages sehr zugespitzt formuliert“ gewesen. In zwei Fällen seien sie „leider nicht als indirekte Zitate erkennbar“ gewesen. Dies gelte auch für die Formulierungen „Psychoterror“ und „Propaganda der OJC“. Beides seien Bewertungen, die von Betroffenen oder Kritikern stammten. Theisen weiter: „Dass dies für den Zuschauer nicht erkennbar war, ist ein bedauerlicher Fehler.“ Man habe keineswegs die Absicht gehabt, „die Arbeit der OJC zu ‚diffamieren’ und zu ‚diskriminieren’.“ [Weiterlesen]