13. Dezember 2017

Gender Mainstreaming: Protestanten teilen katholische Kritik

Quelle: idea.de

Bischof Vitus, Foto: bistum-chur.ch

Bischof Vitus, Foto: bistum-chur.ch

Hamburg/Chur/Bratislava (idea) – Für ihre Ablehnung des „Genderismus“ haben die katholischen Bischöfe der Slowakei und der Schweizer Bischof Vitus Huonder (Chur) Unterstützung aus dem Protestantismus bekommen.

Die theologisch konservative Internationale Konferenz Bekennender Gemeinschaften (IKBG) stellte sich hinter die Kritik, die die katholischen Kirchenleiter in Hirtenworten veröffentlicht haben. Sie warnen unter anderem vor einer Aufwertung gleichgeschlechtlicher Partnerschaften und einer Abwertung der Ehe von Mann und Frau durch die „Gender-Ideologie“.

Das „Gender Mainstreaming“ behauptet, dass jeder Mensch sein Geschlecht und seine sexuelle Identität frei wählen kann, ob er also Mann oder Frau sein oder Hetero-, homo-, bi- oder transsexuell leben will. Das widerspreche der göttlichen Schöpfungsordnung, so die katholischen Würdenträger, denn Gott habe den Menschen als Mann und Frau geschaffen. Die slowakischen Bischöfe warnen vor einer „Zerrüttung der Familie“, die das Leben bedrohe und eine „Kultur des Todes“ installiere. Vertreter vieler Länder unterwürfen sich den Gender-Akteuren. Sie kämen ihnen mit einer Gesetzgebung entgegen, „die bisweilen im Widerspruch zum gesunden Menschenverstand steht“. [Weiterlesen]