19. November 2017

Wo es bei der Verkündigung hapert

Quelle: idea.de

Prof. em. Dr. Ulrich Wilckens, Foto: bischof-wilckens.de

Prof. em. Dr. Ulrich Wilckens, Foto: bischof-wilckens.de

Bad Teinach (idea) – Kritik an einer mangelhaften Verkündigung zentraler biblischer Inhalte in der evangelischen Kirche wurde bei einem Ökumenischen Bekenntniskongress geübt.

Veranstalter des Treffens vom 1. bis 3. November in Bad Teinach-Zavelstein (Nordschwarzwald) war die Internationale Konferenz Bekennender Gemeinschaften. Rund 90 Vertreter evangelischer und orthodoxer Kirchen sowie der katholischen und der anglikanischen Kirche befassten sich dabei mit der Auferstehung als Fundament des christlichen Glaubens.

Der Lübecker Altbischof Prof. Ulrich Wilckens sagte, dass vielen kirchlichen Amtsträgern der Mut fehle, zentrale Glaubensaussagen schriftgemäß weiterzugeben. Zahlreiche Pfarrer – „bis in die obersten Kreise der EKD hinein“ – seien der Ansicht, dass die Botschaft, dass Gott den gekreuzigten Jesus Christus von den Toten auferweckt habe, modernen Menschen nicht zugemutet werden könne. Das gelte insbesondere für die Überzeugung, dass Christus für die Sünden aller Menschen gestorben sei und ihnen als der Auferstandene Vergebung von Schuld zuspreche. Diese Theologen praktizierten eine historisch-kritische Bibelauslegung, wonach „nicht sein kann, was den Naturgesetzen widerspricht“. Für sie sei das Ostergeschehen religionsgeschichtlich eine Legende oder psychologisch betrachtet eine Vision. Wilckens zufolge sollten sich Christen von solchen weltanschaulich begründeten Vorurteilen nicht beeindrucken lassen. Wer die Berichte des Neuen Testamentes ernst nehme, erkenne, dass die Apostel eine erfahrene Wirklichkeit beschrieben. [Weiterlesen]