21. November 2017

Birgit Kelle und Karl Feldmeyer erhalten Gerhard-Löwenthal-Preis

Quelle: jungefreiheit.de

 Gerhard-Löwenthal-Preis

Gerhard-Löwenthal-Preis

BERLIN. Die Publizistin Birgit Kelle und der Journalist Karl Feldmeyer sind am Sonnabend in Berlin mit dem Gerhard-Löwenthal-Preis 2013 ausgezeichnet worden. Der Journalistenpreis wird von der Wochenzeitung JUNGE FREIHEIT in Kooperation mit der Förderstiftung Konservative Bildung und Forschung und Ingeborg Löwenthal vergeben.

Birgit Kelle kämpft für die Rechte von Müttern

Den diesjährigen Gerhard-Löwenthal-Preis für Journalisten erhielt Birgit Kelle. „Rhetorisch brillant“ nennt die Frankfurter Allgemeine Zeitung die 38jährige; als eine Frau, „die sich traut, gegen den Strom zu schwimmen“, beschreibt sie der Spiegel. Kelle, hauptberuflich Hausfrau und Mutter von vier Kindern, studierte ursprünglich Jura, absolvierte dann ein Volontariat und ist heute nebenberuflich Publizistin und ehrenamtliche Verbandsvertreterin.

2012 trat sie als Sachverständige in der Betreuungsgeld-Debatte vor dem Familienausschuß des Bundestags auf. Seit 2011 schreibt Kelle auch regelmäßig für die JUNGE FREIHEIT, zudem als Kolumnistin für The European und Freie Welt. Sie steht dem Verein Frau 2000plus vor und ist Vorstandsmitglied des EU-Dachverbands New Women for Europe. Geboren wurde sie 1975 in Siebenbürgen, 1984 siedelte die Familie nach Deutschland aus. Zuletzt erschien ihr Buch „Dann mach doch die Bluse zu“, in dem sie mit dem modernen Feminismus ins Gericht geht. Der Löwenthal-Preis ist mit 5.000 Euro dotiert.

Laudator Andreas Unterberger bezeichnete Kelle als „junge und brillante Frau“, die in den vergangenen Jahren „wie ein Wirbelwind durch die Vortragssäle“ gerauscht sei. Der langjährige Chefredakteur der Wiener Presse lobte, die Publizistin stehe „an der Spitze einer wichtigen Auseinandersetzung“, in der es darum gehe, den Frauen wieder eine eigene Stimme zu geben. Diese seien derzeit in „Geiselhaft“ des Feminismus genommen worden.

Karl Feldmeyer erhält Preis für Lebenswerk

Den Gerhard-Löwenthal-Ehrenpreis für Publizistik erhielt Karl Feldmeyer. Der Journalist, der von 1971 bis 2004 für die Frankfurter Allgemeine Zeitung über die Bundespolitik berichtet hat und auch Parlamentskorrespondent der Zeitung war, wurde damit für sein publizistisches Lebenswerk geehrt. Der 74jährige gilt als Experte für Sicherheitspolitik und für die Union.

Der Publizist Konrad Adam lobte Feldmeyer als einen der wenigen Journalisten, der immer klar gemacht habe, daß „Politik auch einen moralischen Unterbau brauche“. Er habe stets gegen „Prinzipienlosigkeit“ gekämpft und sich immer für die deutsche Einheit stark gemacht. „Wer Karls Feldmeyers Kommentare gelesen hat, fühlte sich stets an eine Zeit erinnert, in der die Politik noch echte Werte vertreten hat“, betonte Adam, der heute zusammen mit Bernd Lucke und Frauke Petry Sprecher der Alternative für Deutschland ist. (ho)

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