18. August 2017

Türkei: Ende der Benachteiligung von Christen „überfällig“

Quelle: idea.de

IGFM

Frankfurt am Main (idea) – Die Türkei soll „längst überfällige Schritte“ gegen die Benachteiligung der christlichen Minderheit einleiten und deren Religionsfreiheit sicherstellen.

Das fordert die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) zum 90. Jahrestag der Republikgründung am 29. Oktober. So solle das griechisch-orthodoxe Seminar auf der Prinzeninsel Chalki im Marmarameer geöffnet werden, um Priester und Religionspädagogen auszubilden. Auch die armenisch-christlichen Staatsbürger der Türkei hätten das Anrecht auf eine theologische Universitätsfakultät.

Außerdem solle der türkische Staat den Unterricht für aramäisch/assyrische Christen in den Klöstern des Tur Abdin im Südosten des Landes ermöglichen. Das offizielle Lehrverbot der aramäischen Sprache sei für „eine moderne Türkei völlig unverständlich“. Die Menschenrechtsorganisation erwartet ferner „ohne Abstriche“ die von Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan im September angekündigte Rücknahme der gerichtlich verfügten Landenteignungen des syrisch-orthodoxen Hauptklosters Mar Gabriel. [Weiterlesen]