23. August 2017

Fall Tebartz-van Elst: Medien inszenieren „Spießrutenlaufen“

Quelle: idea.de

Dr. Stephan Holthaus, Foto: ethikinstitut.de

Dr. Stephan Holthaus, Foto: ethikinstitut.de

Gießen/Limburg (idea) – Scharfe Kritik am Umgang der Medien mit dem katholischen Limburger Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst hat der Leiter des Gießener Instituts für Ethik und Werte, der evangelikale Theologe Stephan Holthaus, geübt.

Dem in Zeitungsberichten als „Protz-Bischof“ titulierten Tebartz-van Elst wird Prunksucht vorgeworfen, weil die Kosten für seine Residenz von geplanten fünf Millionen Euro auf über 31 Millionen Euro angewachsen sein sollen. Außerdem soll er die Baukosten verschleiert haben. Der 53-Jährige hält sich derzeit zu Gesprächen im Vatikan auf.

Gegenüber der Evangelischen Nachrichtenagentur idea sagte Holthaus am 14. Oktober: „Bei aller berechtigten Sachkritik am Umgang mit Kirchengeldern im Bistum Limburg und der Kommunikationspolitik des Bischofs – was derzeit für ein Spießrutenlaufen inszeniert wird, ist der Sache abträglich und bestärkt nur die generellen Kirchenkritiker unserer Zeit.“ Das alles grenze an eine Vorverurteilung. Die Unschuldsvermutung gelte so lange, bis das Gegenteil bewiesen sei: „Das sollte nicht nur für die Rechtsprechung, sondern auch für den medialen Umgang mit Menschen gelten.“

Holthaus – auch Prorektor der Freien Theologischen Hochschule in Gießen: „Transparenz ist für die Kirche Roms das Gebot der Stunde. Augenmaß und Sachlichkeit das Gebot für die Medien. Beides scheint zu fehlen.“ [Weiterlesen]