17. August 2017

Deutschland zum „Bordell Europas“ geworden

Quelle: idea.de

Bezahlte Liebe.  Foto: Benjamin Klack/ pixelio.de

Bezahlte Liebe.
Foto: Benjamin Klack/ pixelio.de

Berlin (idea) – Europa ist zu einer Drehscheibe des Menschenhandels und Deutschland zum „Bordell Europas“ geworden. Menschenrechtsorganisationen, Politiker und kirchliche Verbände rufen am „Europäischen Tag gegen Menschenhandel“ am 18. Oktober zum Kampf gegen die moderne Sklaverei auf.

Weltweit werden rund 29 Millionen Menschen als Zwangsarbeiter ausgebeutet; der kriminelle Ertrag wird auf jährlich 25 Milliarden Euro geschätzt. Ein Großteil wird mit Prostitution erzielt. Von den etwa 880.000 Zwangsarbeitern in der Europäischen Union werden 270.000, vor allem Frauen, sexuell ausgebeutet.

In Deutschland wird die Zahl der Prostituierten auf bis zu 400.000 geschätzt. Viele werden zu dieser Arbeit gezwungen; Menschenhändler bringen sie meist aus Osteuropa oder Afrika unter falschen Versprechungen nach Deutschland. Zum Teil machen sie sich die Frauen auch mit Voodoo-Schwüren gefügig. Seit 2002 besteht ein unter der rot-grünen Bundesregierung verabschiedetes Prostitutionsgesetz, das die „Sexarbeiterinnen“ schützen sollte.

Doch seither haben Menschenhandel und sexuelle Ausbeutung nach Angaben der CDU-Politikerin Erika Steinbach „erschreckend“ zugenommen. „Dieses Prostitutionsgesetz schützt nicht die betroffenen Frauen, sondern Menschenhändler, Zuhälter und Bordellbetreiber“, erklärt die Vorsitzende der Arbeitsgruppe „Menschenrechte“ der Unionsfraktion. [Weiterlesen]