23. Oktober 2017

Christen demonstrieren in Berlin gegen Abtreibungen

Quelle: ead.de

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„Marsch für das Leben“: Linke und Feministinnen kündigen Proteste an

Berlin (idea) – Für einen besseren Schutz des menschlichen Lebens in Deutschland gehen Christen am 21. September in Berlin auf die Straße. Veranstalter des „Marsches für das Leben“ ist der Bundesverband Lebensrecht, in dem 13 Organisationen zusammengeschlossen sind. Im vergangenen Jahr beteiligten sich rund 3.000 Teilnehmer aus allen Konfessionen. „Eine Gesellschaft, die den Lebensschutz verdrängt oder leugnet oder auch nur vergessen möchte, hört auf, eine menschliche und menschengerechte Gesellschaft zu sein“, erklärte der Vorsitzende des Verbandes Lebensrecht, Martin Lohmann (Bonn), im Vorfeld. Es gehe nicht allein um das Nein zur Tötung ungeborener Menschen, sondern auch um Fragen der Präimplantationsdiagnostik, der Stammzellforschung und nicht zuletzt der Euthanasie. Auch in diesem Jahr findet zunächst eine Kundgebung vor dem Bundeskanzleramt statt, bei der unter anderen Lohmann und der Generalsekretär der Deutschen Evangelischen Allianz, Hartmut Steeb (Stuttgart), sprechen werden. Anschließend ist ein vier Kilometer langer Schweigemarsch geplant. Zum Abschluss wird ein ökumenischer Gottesdienst gefeiert, bei dem der Vorsitzende des Bibelbundes, Dozent Michael Kotsch (Bad Meinberg bei Detmold), die Predigt hält.

„Bündnis für sexuelle Selbstbestimmung“ will Lebensschützer „ärgern“

Wie in den Vorjahren haben linke, humanistische und feministische Gruppen sowie Schwulen- und Lesbenorganisationen Proteste angekündigt. Unter dem Motto „Fundis stören, ärgern, wegglitzern!“ wendet sich ein „Bündnis für sexuelle Selbstbestimmung“ gegen christlichen Fundamentalismus und Abtreibungsverbot. Vor einem Jahr störten etwa 100 Demonstranten den Schweigemarsch der Lebensrechtler mit Trillerpfeifen und Sprechchören, etwa „Hätt’ Maria abgetrieben, wärt ihr uns erspart geblieben“. Sie versuchten außerdem, die im Schweigemarsch als Zeichen der Trauer mitgeführten Kreuze zu zerstören. Nach Angaben des Bundesverbandes Lebensrecht wird auch diesmal ein massives Polizeiaufgebot die Lebensrechtler vor linker Gewalt schützen. „Niemand muss Angst haben, in eine Schlägerei verwickelt zu werden“, so Gerhard Steier vom Vorbereitungskomitee.