19. Oktober 2017

Was die Parteien den Freikirchen zu sagen haben

Quelle: idea.de

vef

Berlin (idea) – Vor der Bundestagswahl am 22. September hat die Vereinigung Evangelischer Freikirchen (VEF) Antworten der im Bundestag vertretenen Parteien auf ihre „Wahlprüfsteine“ veröffentlicht.

Die VEF, der zehn Mitglieds- und vier Gastkirchen mit insgesamt rund 260.000 Mitgliedern angehören, hatte auf Anregung von SPD-Generalsekretärin Andrea Nahles einen Katalog mit 24 Fragen an CDU/CSU, SPD, Bündnis 90/Die Grünen, FDP und die Partei „Die Linke“ geschickt. Dabei ging es um die Themen Ehe und Familie, Migration, Gerechtigkeit, Bewahrung der Schöpfung, Frieden, das Verhältnis von Kirche und Staat, den Umgang mit Flüchtlingen und die älter werdende Gesellschaft.

Die Fragen formulierte der Baptistenpastor Friedrich Schneider (Oldenburg), der dem Vorstand der VEF angehört. Ihm ging es nach eigenen Worten darum, die Gemeindemitglieder zu ermutigen, „politisch zu denken, sich in der Verantwortung vor Gott für die Gesellschaft einzubringen und eine fundierte Wahlentscheidung zu treffen“. Eine Empfehlung will die VEF nach Angaben ihres Beauftragten am Sitz der Bundesregierung, Peter Jörgensen (Berlin), aber nicht aussprechen: „Unsere Mitglieder können und sollen ihr eigenes Urteil bilden.“ VEF-Präsident Ansgar Hörsting (Witten) hebt die Bedeutung des Gebets für Politiker – „vor, während und nach der Wahl“ – hervor. Ferner wollten die Freikirchen mit den Wahlprüfsteinen „bei Parteien und Politikern als glaubwürdiger Gesprächspartner aus der Mitte der Gesellschaft wahrgenommen werden“. Hörsting ist hauptamtlich Präses des Bundes Freier evangelischer Gemeinden. [Weiterlesen]