21. November 2017

Mach die Grundschule dicht, Jürgen!

Quelle: jungefreiheit.de

Foto: dagmar zechel/pixelio.de

Foto: dagmar zechel/pixelio.de

Von Birgit Kelle

Wer hat noch keine Frauenquote, wer will noch eine? Meine Lieblingsverbotspartei, die Grünen, ist nicht nur ganz vorne mit dabei, wenn es darum geht, was wir unmündigen Bürger alles nicht mehr tun dürfen, sie haben auch den Spitzenplatz bei den Dingen, die wir gefälligst tun sollen.

Herr Trittin zum Beispiel hat neuerdings weitere Vorschläge: Nachdem die EU bereits geplant hat, eine Frauenquote von 40 Prozent auch für kleinere Betriebe einzuführen, zeigen die Grünen mal wieder, daß auf der Skala des gendersensiblen Wahnsinns nach oben noch Platz ist. Warum nur 40, wenn auch 50 Prozent drin sind? Quote also bald bis in den letzten Zipfel unserer Gesellschaft. Weil es ja wirklich unerhört ist, daß Männer und Frauen immer noch unterschiedliche Berufe und Positionen in der Wirtschaft haben.

Klarer Fall von Männerdiskriminierung

Nun fordert Trittin eine „paritätische Geschlechterverteilung bei allen vom Bund finanzierten Projekten und Institutionen“. Aha …Wie darf ich mir das vorstellen? Immerhin finanziert der Bund mit Milliardenbeträgen sehr viele Projekte und auch Institutionen wie Schulen, Universitäten, Kulturbetriebe und vieles mehr.

Finanziert der Bund dann nur noch Projekte, von denen genauso viele Männer profitieren wie Frauen? Oder finanziert er gar nur noch Institutionen, in denen genauso viele Männer arbeiten wie Frauen? Vorsicht Herr Trittin, dann müßten Sie alle Grundschulen im Land sofort schließen, dort arbeiten nämlich fast nur Frauen, also klarer Fall von Männerdiskriminierung.

Und wenn sich einfach nicht genug Frauen finden, die in der öffentlichen Verwaltung arbeiten wollen, zwingen wir sie dann dazu, oder schließen wir die jeweiligen Ämter?

Weltfremd

Es ist einfach weltfremd, was den Grünen im allgemeinen und Herrn Trittin im besonderen vorschwebt. Frauen lieben andere Berufe als Männer. Das ist nicht diskriminierend, das ist gelebte Vielfalt und Freiheit. Freiheit – vielleicht sollte man die Definition dieses Wortes einmal in der Grünen-Zentrale aufhängen, so zur Erinnerung.

Was den Grünen vorschwebt, ist eine Planwirtschaft mit gendersensibler Ausrichtung, wo ungeachtet persönlicher Präferenzen erzwungen werden soll, daß Männer und Frauen sich vom Lieblingsessen über die Berufswahl bis hin zur Bezahlung die ganze Welt schön 50:50 aufteilen.

Gleichstellung zwischen Mann und Frau also erst erreicht ist, wenn nicht nur alle das gleiche dürfen, sondern erst, wenn auch wirklich alle das gleiche tun. Im Ergebnis: Gleichmacherei. Vermutlich werden dann nicht mehr die Finanzexperten, sondern die Gleichstellungsbeauftragten die öffentlichen Haushalte verteilen, je nach Geschlechterplan. Hat auch was Gutes, dann haben die Damen wenigstens endlich was zu tun …

JF 36/13