21. November 2017

Grüne für verpflichtenden Vegetarier-Tag

Quelle: jungefreiheit.de

Foto: Stefan Klövekorn/pixelio.de

Foto: Stefan Klövekorn/pixelio.de

BERLIN. Die Grünen wollen im Falle einer Regierungsbeteiligung an öffentlichen Kantinen einen Vegetarier-Tag zum Standard machen. Diese „sollen Vorreiterfunktionen übernehmen“, heißt es im Wahlprogramm. Zudem müßten die Deutschen über die „gesundheitlichen, sozialen und ökologischen Folgen“ ihres Fleischkonsums aufgeklärt werden.

„Ein Veggie Day ist ein wunderbarer Tag zum Ausprobieren, wie wir uns mal ohne Fleisch und Wurst ernähren. Vegetarisch kochen ist nämlich mehr, als nur das Fleisch weglassen“, rechtfertigte die Grünen-Fraktionschefin im Bundestag, Renate Künast, die Pläne gegenüber der Bild-Zeitung.

Wird Fleisch zum Luxusgut?

Unterstützung erhielt sie dabei vom Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND). „Wir fordern einen fleischfreien Tag und mindestens 20 Prozent Bio- und Neulandfleisch in öffentlichen Kantinen bis 2015“, sagte Präsident Hubert Weiger dem Blatt. Dies hebe die Preise für Fleisch auf ein „faires Niveau“ für Tiere und Umwelt.

Die Grünen sprechen sich in ihrem Wahlprogramm außerdem für ein einheitliches Siegel für „vegane und vegetarische Produkte“ aus. Zudem sollen angebliche Privilegien der Massentierhaltung abgebaut werden. „Um Futtermittelimporte zu reduzieren, wollen wir die heimische Produktion steigern und die Tierhaltung stärker an die Erzeugung heimischer Futtermittel binden.“ (ho)