23. Februar 2018

Gender-Mensch als Fehlplanung

Quelle: Christliches Forum

Foto: Helene Souza/pixelio.de

Foto: Helene Souza/pixelio.de

Von Christa Meves

Mitten hinein in die öffentliche Diskussion über die Frage, ob die Adoption von Kindern für schwule Paare eine rechtliche Untermauerung erfahren solle, verlautbart die Arbeitsministerin der CDU, Ursula von der Leyen, am 11.6. im Deutschlandfunk: „Ich kenne keine Studie, die sagt, dass es Kindern, die in gleichgeschlechtlichen Lebenspartnerschaften aufwachsen, anders geht als Kindern, die in gemischtgeschlechtlichen Ehen aufwachsen“.

Mit dieser Erklärung, die einer Befürwortung der Gesetzesänderung gleichkommt, steht sie nicht allein – nicht etwa nur bei den Parlamentariern.

Ähnliche „Orientierungshilfe“ gab jüngst (19.6.2013) der Rat der EKD mit einem Papier, zu dem der Vorsitzende des Rates, Nicolaus Schneider, einige Begründungen erläuterte. Es gelte, der veränderten Familie gerecht zu werden und ein normatives Verständnis der Ehe als „göttliche Stiftung“ und einer Herleitung aus einer vermeintlichen „Schöpfungsordnung“ zu entraten (idea-Meldung „EKD-Orientierungshilfe – Familie `neu denken`“).

Solche gewichtigen Stimmen fordern heraus.

Im Rückblick: Die Abschaffung der Familie als eine durch das Grundgesetz abgesicherte Gemeinschaft zwischen einem Mann und einer Frau mit ihren leiblichen bzw. adoptierten Kinder, ist keine Neuheit. Sie gehört zum Plan der 68er und wird seitdem in unserer Republik sukzessiv vorangetrieben.

Gerhard Schröder hat in seiner Regierungszeit 1998 – 2005 den Rubikon offiziell durch die Proklamation eines aufgeweichten Familienbegriffs überschritten, mit einer neuen Definition: “Familie ist da, wo Kinder sind”. Seitdem sind schwächende Maßnahmen dieser Familienform sukzessiv eingeleitet worden.

Unsere Arbeitsministerin sieht offenbar keinen Handlungsbedarf, dem entgegenzuwirken. Das ist erstaunlich; denn in jüngster Zeit mehrt sich Widerstand in der Bevölkerung.

Auch neue Studien vermitteln, dass Familien, in denen nach der Grundnorm (Vater, Mutter mit den eigenen Kindern) gelebt wird, eine bessere Bilanz haben.[Iona Institute, Made for children. Why the institution of marriage has special status.] Ihre Kinder sind sogar erfolgreichere Schüler.

Die Großdemonstrationen der Franzosen und Russen machen deutlich, dass es noch nicht einmal der Fachkompetenz bedarf, um hier einhellig Meinung zu bilden. Schon der gesunde Menschenverstand hat hier offenbar erkannt, dass es grundsätzlich den Menschen unbekömmlich ist, wenn sie ein angeborenes Sein-sollen leugnen und eigenwillig zu verbiegen suchen.

Wenn ein Mann einem Kind gegenüber erklärt, er sei seine Mutter, so entspricht das nicht der Wahrheit und muss das Kind deshalb verwirren. In einem solchen Fall verleugnet der Mann sein männliches Wesen und meint, es zu einer Rolle zu machen, die es ihm ermöglicht, eben in eine andere Rolle zu schlüpfen.

Das ist grundsätzlich ein Liliputkampf gegen den Goliath Natur. Das ist unangemessener Trotz. Gesundheit lässt sich so nicht erhalten und Frieden der Seele in einem solchen zum Opfer werdenden Kind nicht erbringen.

Vielleicht mag sich unsere Arbeitsministerin mit einigen internationalen Studien unter die Arme greifen lassen (idea-Meldung „Adoptionsdebatte – Schaden Kindern Homo-Partnerschaften?“).

Besonders relevant und seriös ist z. B. die Untersuchung des Soziologen Mark Regnerus an der Universität Texas mit einer umfänglichen Befragung von Kindern, die in gleichgeschlechtlichem Verbund ihre Kindheit verbracht hatten.

Diese Studie “The new Family Structures” wurde in der Fachzeitschrift “Social Science Research” publiziert. Diese belegt, dass bei 77 von 80 getesteten Kriterien statistisch jene am schlechtesten abschnitten, die von Eltern erzogen wurden, von denen mindestens ein Elternteil eine homosexuelle Beziehung hatte. Kinder aus intakten biologischen Familien erging es hinsichtlich sämtlicher Kriterien am besten.

Diese Aussagen sind in einem Interview enthalten, das die Kanadierin Dawn Steffanowicz als Beleg für die Erfahrungen ihrer eigenen Kindheit mit einem homosexuellen, sie missbrauchenden Vater in einem Interview anführt, das die Tagespost am 8.2.2013 publizierte.

Diese Frau machte es sich zur Aufgabe, mit Vorträgen in der Öffentlichkeit vor einer Ausbreitung und gesetzlicher Verankerung eines Kinderlebens in homosexuellem Umfeld zu warnen. Sie sammelte solche Schicksale und beschrieb die Verhaltensstörungen und die unausgeglichene Prägung im Hinblick auf die Sexualität im Erwachsenenalter in einem Buch mit dem Titel: „One from under“.

Es lässt sich daraus schließen: Eine Auflösung vorgegebener elementarer Strukturen ist wie eine losgetretene Lawine, die auf dem Boden eines sich einbahnenden Suchtverhaltens und verstehbarer Rechtfertigungsimpulsen immer mehr Mächtigkeit entwickelt, also zu immer mehr Aufweichen der Strukturen führt. Die Freigabe der Pädophilie z. B. wird angesichts solcher Trends diskutabel und womöglich sogar die gesetzliche Freigabe des Inzests. Der Gender-Mensch als Plan ist in der EU bereits institutionalisiert.

Mut zum gesunden Menschenverstand und Verantwortung für die seelische Gesundheit unserer Kinder ist also in höchster Dringlichkeitsstufe gefragt.