23. Mai 2018

Deutschlands Bevölkerungszahl niedriger als gedacht

Quelle: jungefreiheit.de

Foto: Gerd Altmann/Shapes: AllSilhouettes.com/pixelio.de

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WIESBADEN. In Deutschland leben 1,5 Millionen Einwohner weniger als bisher vermutet. Laut Angaben des Statistischen Bundesamts wohnten in der Bundesrepublik 2011 knapp 80,2 Millionen Personen. Bisherige Bevölkerungsschätzungen waren auf Basis des Zensus von 1987 von 81,7 Millionen Einwohnern ausgegangen.

Die größten Differenzen gab es demnach in Aachen (minus 8,5 Prozent), Mannheim (minus 7,5 Prozent), Würzburg (minus 6,8 Prozent), Freiburg im Breisgau (minus 6,6 Prozent) sowie für Offenbach am Main und Osnabrück (minus 6,4 Prozent). Auch der Ausländeranteil lag bei 7,7 Prozent. Bisherige Schätzungen waren von knapp einer Millionen Menschen mehr ohne deutsche Staatsangehörigkeit ausgegangen.

Jeder Fünfte hat nichtdeutsche Wurzeln

Insgesamt lebten in Deutschland 2011 etwa 15 Millionen Personen mit Zuwanderungshintergrund. Dies entspricht einem Anteil von 19 Prozent der Gesamtbevölkerung. Den höchsten Anteil hatte mit 27,5 Prozent Hamburg, gefolgt von Baden-Württem­berg (25,2 Prozent) und Bremen (25,1 Prozent). In den neuen Bundesländern liegt er unter fünf Prozent. In Berlin haben 23,9 Prozent nichtdeutsche Wurzeln.

Die bisherigen Bevölkerungsschätzungen basierten auf der letzten Volkszählung von 1987 im Westen und den Daten aus dem zentralen Einwohnermelderegister der DDR von Oktober 1990. Diese Daten waren seitdem anhand von Informationen über Geburten, Todesfälle und Ummeldungen weitergeführt worden. Mit dem Zensus von 2011 wurden diese Daten nun aktualisiert. (ho)