20. Oktober 2017

Wird die Hagia Sophia zur Moschee?

Quelle: factum

Hagia Sophia, eine ehemalige byzantinische Kirche. Foto: C. Sürgers/pixelio.de

Hagia Sophia, eine ehemalige byzantinische Kirche. Foto: C. Sürgers/pixelio.de

Säkular genutzte ehemalige Kirchen werden in der Türkei islamisiert. Die türkische ­Religionspolitik weist den Weg zurück in die Sultanszeit.

(22. April 2013/hg.) – Am 29. Mai dieses Jahres, auf den Tag 560 Jahre nach der Eroberung Konstantinopels durch Sultan Mehmet II. und der gewaltsamen Umwandlung der Hagia Sophia in eine Moschee, soll das heute als Museum genutzte Gebäude in Istanbul wieder zur Moschee werden.Der Vater der modernen Türkei, Kemal Atatürk, hatte das einst christliche Gottes- und dann islamische Bethaus 1931 säkularisiert und es dann als Ayasofya-Museum wiedereröffnet.

97% für Islamisierung der ehemaligen Kirche

Das soll jetzt wieder rückgängig gemacht werden. Das türkische Parlament berät derzeit in Ankara über einen entsprechenden Antrag. Seine Annahme gilt inzwischen als so gut wie sicher. Die letzten Umfragen der Tageszeitung Hürriyet (Freiheit) ergeben eine 97-prozentige Zustimmung der Bevölkerung zur Islamisierung der ehemaligen Kirche, was ziemlich genau dem Anteil der Muslime in der Bevölkerung entspricht.

Tausende türkische Moslems hielten vor dem Museum bereits eine «Gebetsdemonstration» für dessen Wiedereröffnung als Moschee ab: «Wir Nachkommen von Sultan Mehmet II. haben ein heiliges Recht auf die Ayasofya als Moschee», sagt Moslemjugendführer Salih Turhan …

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