23. Oktober 2017

Homöopathie in der Kritik

Quelle: neuesleben.com

Foto: günther gumhold  / pixelio.de

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Keine wissenschaftliche Grundlage für Wirksamkeit

Jeder zweite Deutsche hat schon einmal zu homöopathischen Arzneimitteln gegriffen – und dass, obwohl ihr Erfolg bis heute nicht wissenschaftlich nachgewiesen ist. Schon lange schwelt daher der Streit zwischen Befürwortern und Kritikern der Heilmethode. In ihrem Buch „Die Homöopathie-Lüge“ argumentieren die Autoren Nicole Heißmann und Christian Weymayr nun sogar: „Wer Homöopathie für möglich hält, muss alles für möglich halten.“

Dabei liegt die Methode im Trend: Mindestens die Hälfte der Ärzte setzen laut Heißmann und Weymayr homöopathische Arzneimittel ein, und die Behandlung gehört bei immer mehr Krankenkassen zum Leistungsspektrum. Das sei sehr ärgerlich, so die Autoren, denn konventionelle Leistungen wie Diabetes-Mittel oder Blutdrucksenker müssten sich immer erst wissenschaftlich als wirksam erweisen, bevor sie erstattet würden. Für den Nutzen der homöopathischen Globuli – deren Ausgangsstoffe teilweise so stark verdünnt sind, dass sie gar nicht mehr nachweisbar sind – gäbe es hingegen keine wissenschaftliche Grundlage. Der Begründer der Methode, der deutsche Arzt Samuel Hahnemann, hatte Ende des 18. Jahrhunderts behauptet, durch die Verdünnung werde eine „im inneren Wesen der Arzneien verborgene, geistartige Kraft“ wirksam.

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