18. Oktober 2017

Deutscher Presserat: Zahl der Beschwerden bleibt hoch

Quelle: kultur und medien online

Foto:  Thorben Wengert/pixelio.de

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Die Zahl der Beschwerden bleibt hoch. 1.500 Menschen wandten sich im Jahr 2012 an die Freiwillige Selbstkontrolle der Presse, um redaktionelle Beiträge in Zeitungen, Zeitschriften und deren Online-Seiten anhand des Pressekodex prüfen zu lassen. Damit bleibt die Zahl der Beschwerden im Verhältnis zu 2011 (1.323 Beschwerden) und 2010 (1.661) gleichbleibend auf hohem Niveau. Zum Vergleich: Im Jahr 2007 wandten sich lediglich 735 Leser an den Presserat. Seit 2009 ist der Presserat auch für Online-Auftritte der Verlage zuständig.

Auffallend ist, dass manche Berichterstattung einen regelrechten Strom an Beschwerden nach sich zog. So zum Beispiel das Papst-Cover der Zeitschrift TITANIC, über das sich rund 180 Leser beschwerten.

Die meisten Beschwerden richteten sich 2012 gegen Regional- und Lokalzeitungen mit 436 Fällen. Danach folgten die Publikumszeitschriften mit 320 Fällen. Diese Platzierung ist vor allem durch das Titanic-Papst-Cover geprägt. Danach folgen die Boulevardzeitungen mit 198 Fällen. Nur ganz wenige Beschwerden erreichten den Presserat gegen Wochen- und Sonntagszeitungen (26), Fachzeitschriften (11) und Nachrichtenagenturen (3).

(Auszug aus dem Bericht des Deutschen Presserates für 2012)