17. Oktober 2017

De Maizière: Versöhnung schaffen auch mit Waffen

Quelle: idea.de

Foto: Gerd Altmann/pixelio.de

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Dresden (idea) – Bewaffnete Konflikte können nötig sein, um zur Versöhnung beizutragen. Es gebe zwar keine Versöhnung durch das Schwert, aber durchaus Situationen, in denen es nach militärischen Einsätzen zu Versöhnung kommt.

Diese Ansicht vertrat Bundesverteidigungsminister Thomas de Maizière in einer Dialogbibelarbeit am 13. April im Militärhistorischen Museum in Dresden. Dort veranstaltete die Synode der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Sachsens einen Thementag unter dem Motto „Schritte auf dem Weg des Friedens“.

Der Minister zitierte unter anderem den Reformator Martin Luther (1483-1546), der sagte: „Dass der Krieg eine Plage ist, ist wahr. Aber wie viel größer ist die Plage, der man durch Kriegführen wehrt.“ Als Beispiel führte de Maizière den Eintritt der USA in den Zweiten Weltkrieg an: „Was war 1945 aus Sicht des US-Steuerzahlers erreicht? Es gab zehntausende tote amerikanische Soldaten, der Kommunismus war bis Berlin vorgedrungen und Europa geteilt.“ Für eine Bewertung sei es damals aber zu früh gewesen. 1990 – nach dem Fall des Eisernen Vorhangs und dem Ende des Kalten Krieges – habe man diese Frage anders beantwortet als unmittelbar nach Ende des Zweiten Weltkrieges. Ähnlich sei es mit der Frage nach dem Erfolg des Afghanistan-Einsatzes, so de Maizière. Für eine abschließende Bewertung sei es zu zeitig. [Weiterlesen]