23. Oktober 2017

Bundestagswahl: Was wünschen sich Eltern von der nächsten Regierung?

Quelle: Kultur und Medien Online

Foto: Wilhelmine Wulff/pixelio.de

Foto: Wilhelmine Wulff/pixelio.de

Im Wahljahr sind auch Familien wieder ein Thema, deshalb hat im Auftrag der Zeitschrift Eltern forsa Gesellschaft für Sozialforschung und statistische Analysen mbH, eine große repräsentative Befragung zum Thema „Familie und Wahl“ durchgeführt: 1.000 Mütter und Väter von minderjährigen Kindern in Deutschland wurden nach ihrer Meinung gefragt. Hier ein Teil der Ergebnisse:

37 Prozent der Eltern sagen, die Familienpolitik sei für sie das wichtigste Thema, 25 Prozent nennen die Eurokrise, 22 Prozent die Altersarmut und 14 Prozent den globalen Klimawandel. Bei Müttern steht mit 41 Prozent die Familienpolitik deutlich weiter oben als bei Vätern (32 Prozent), Leuten mit geringem Einkommen ist sie wichtiger als Besserverdienern, Eltern mit kleinen Kindern wichtiger als Eltern mit größeren Kindern.

Es geben viele Eltern an, dass sie nicht richtig Bescheid wissen, was die einzelnen Parteien im Bundestag eigentlich für familienpolitische Ziele haben: Bei den jungen Leuten (unter 35) sagen 60 Prozent: keine Ahnung! Bei den über 44-Jährigen noch 37 Prozent. Bei den Müttern ist es mit 52 Prozent mehr als bei den Vätern (41 Prozent). Und das, obwohl gerade den Frauen die Familienpolitik so viel wichtiger ist als andere Themenbereiche.

Woran liegt das? Ist Politik zu kompliziert? Immerhin sagen insgesamt 65 Prozent der Befragten, die angaben, wenig über die familienpolitische Ausrichtung der einzelnen Parteien zu wissen: Ich fühle mich von den Parteien schlecht informiert.
Nur 32 Prozent glauben, dass sich die Bundesregierung sehr stark oder stark für das Wohlergehen und die Förderung der Kinder einsetzt.

Für Frauen spielen ein flächendeckender Ausbau der Kinderbetreuung, der Ausbau nichtverpflichtender Ganztagsschulen sowie die Einführung eines verpflichtenden kostenlosen letzten Kindergartenjahres häufiger als für Männer eine Rolle bei der Entscheidung, welcher Partei man im September seine Stimme gibt.

Probleme mit der Vereinbarkeit von Familie und Beruf haben überdurchschnittlich häufig Mütter und Eltern von Kindern zwischen 3 und 10 Jahren. An dieser Einschätzung hat sich unter Eltern in den letzten vier Jahren im Wesentlichen nichts geändert.

Fast ausnahmslos (93 %) teilen die Eltern die Auffassung, dass eine Vereinheitlichung des Bildungssystems in allen Bundesländern dringend erforderlich ist.

Grundsätzlich nach ihren Wahlabsichten gefragt, wollen im Herbst 39 Prozent die Union wählen, 24 Prozent die SPD, 22 Prozent die Grünen, 6 Prozent die Linke und 3 Prozent die FDP.

Quelle des Zahlematerials: Eltern.de