24. Oktober 2017

Bibelbund stellt sich hinter Parzany

Quelle: idea.de

Der frühere ProChrist-Leiter Ulrich Parzany. Foto: prochrist

Der frühere ProChrist-Leiter Ulrich Parzany. Foto: prochrist

Berlin (idea) – In der Debatte um vermeintlich homophobe Äußerungen hat sich der theologisch konservative Bibelbund (Berlin) hinter den früheren ProChrist-Leiter Pfarrer Ulrich Parzany (Kassel) gestellt.

Im Vorfeld der Veranstaltungsreihe ProChrist vom 3. bis 10. März hatte sich der Lesben- und Schwulenverband (LSVD) Berlin-Brandenburg unter anderem an kirchliche Verantwortungsträger gewandt und seine Sorge darüber zum Ausdruck gebracht, dass mehrere Gemeinden der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz die Evangelisation unterstützen. Hauptredner Parzany habe sich wiederholt durch Äußerungen hervorgetan, die Angst vor Homosexualität schürten.

In seiner Antwort bedauerte der Superintendent des Evangelischen Kirchenkreises Berlin Stadtmitte, Bertold Höcker, dass seine Kirche „in den Ruch“ gerate, homophobe Äußerungen von ProChrist zu unterstützen. Dass immer noch einzelne Gemeinden Parzany die Wortverkündigung erlaubten, „zeigt, dass auch wir weiterhin unsere Hausaufgaben machen müssen“.

Für Verwirrung hatte zunächst die Behauptung Höckers gesorgt, dass Parzany aufgrund seiner homophoben Äußerungen nicht mehr in der Berliner Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche predigen dürfe. Diese Aussage nahm er später jedoch zurück, weil sie nicht den Tatsachen entspricht, wie der Pfarrer der Gedächtniskirche Martin Germer bestätigte. [Weiterlesen]