26. April 2018

Taugt „Tiki“ Küstenmacher als Werbeträger für die Bibel?

Quelle: idea.de

KSBB

Ansbach/Nürnberg (idea) – Ist ein Theologe, der nicht an einen persönlichen Gott glaubt, zur Verbreitung von Gottes Wort geeignet?

Diese Frage stellt der Vorsitzende der Kirchliche Sammlung um Bibel und Bekenntnis in Bayern (KSBB), Andreas Späth (Ansbach), im Blick auf den Pfarrer und Karikaturisten Werner „Tiki“ Küstenmacher (München). Dieser hatte bei der Startveranstaltung zum „Netzwerk Bibel Bayern“ am 26. Januar in Nürnberg mitgewirkt.

Es möchte Menschen zur Seite stehen, die in ihrer Arbeit zu Begegnungen mit der Bibel anregen. An dem Treffen nahmen rund 100 Bibelbegeisterte auf Einladung von Altlandesbischof Johannes Friedrich (Bertholdsdorf/Mittelfranken) teil. Küstenmacher begleitete die Veranstaltung künstlerisch.

Einige Tage zuvor hatte er in einem Interview erklärt, dass er keine persönliche Gottesvorstellung mehr habe. In seinen Büchern „Biblify your life“ und „Gott 9.0“ hat Küstenmacher seine Stellung zur Bibel formuliert. Sie sei nicht das Wort Gottes, sondern eine Zusammenstellung menschlicher Erfahrungen mit Gott und sollte durch Erlebnisse heutiger Menschen fortgeschrieben werden. Dass Gott ein Schöpfer sei, sei genauso eine „Metapher“ (Bild) wie die Vorstellung, dass Gott Vater oder Mutter sei.

Seinen Lesern rät Küstenmacher, nicht mit Gewalt an alten Gottesbildern festzuhalten, sondern zusammen mit anderen Religionen an einer gemeinsamen Glaubens- und Gottesvorstellung zu arbeiten. [Weiterlesen]