13. Dezember 2017

„kath.net“ wehrt sich gegen „Frankfurter Rundschau“

Quelle: jungefreiheit.de

Frankfurter Rundschau: kath.net kündigt rechtliche Schritte an Foto: JF

Frankfurter Rundschau: kath.net kündigt rechtliche Schritte an Foto: JF

LINZ. Das unabhängige katholische Internetmagazin kath.net hat rechtliche Schritte gegen die Frankfurter Rundschau angekündigt. Die Tageszeitung hatte behauptet, die Staatsanwaltschaft habe im Zuge der Ermittlungen gegen die Internetseite kreuz.net auch die Macher von „kath.net“ ins „Visier“ genommen, konnte dafür jedoch keine Quelle nennen.

„Diese Behauptung ist falsch. Gegen kath.net oder auch Roland Noé wird nicht ermittelt“, stellte das katholische Nachrichtenportal klar. Dies habe auch die Berliner Staatsanwaltschaft am Montag bestätigt. „Den Versuch, die katholische Internetzeitung kath.net auch nur irgendwie in einen Zusammenhang mit der rechtsradikalen Hetzseite zu bringen, zeigt, daß manche im berechtigten Kampf gegen illegale, verfassungswidrige und unmenschliche Umtriebe in der medialen Öffentlichkeit offensichtlich völlig übers Ziel hinausschießen“, heißt es von kath.net.

Die von der Frankfurter Rundschau aufgestellten Behauptungen wurden am Montag auch von zahlreichen anderen Zeitungen aufgegriffen. Kath.net teilte mit, auch gegen andere Medien rechtliche Schritte zu prüfen. Gegen kreuz.net wird nach mehreren als schwulenfeindlich kritisierten Artikeln seit einigen Wochen ermittelt. Derzeit ist das Portal nicht zu erreichen. Politiker von Grünen und Linkspartei werfen der katholischen Kirche vor, in Kontakt zu den anonymen Machern der Seite zu stehen und so rassistisches und homophobes Gedankengut zu verbreiten. (ho)