22. September 2017

Großbritannien: Statt „Homo-Ehe“ Familien stärken

Quelle: idea.de

Foto: Thommy Weiss/pixelio.de

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London (idea) – Der Zerfall der Institution Familie ist ein viel größeres gesellschaftliches Problem als die Gleichstellung homosexueller Partnerschaften mit der Ehe. Die Politik sollte sich viel mehr mit den Folgen von Scheidung für die Kinder befassen als mit der Einführung der „Homo-Ehe“. Diese Ansicht vertritt ein führender Zivilrichter Großbritanniens. Sir Paul Coleridge (London), der eine Stiftung für den Erhalt der Ehe gegründet hat, sagte der Londoner Zeitung The Times, nur 0,1 Prozent der britischen Bevölkerung sei von der „Homo-Ehe“ betroffen, aber über 99 Prozent vom Zerfall von Ehe und Familie. In ihren Erhalt müsse investiert werden. Der 63-jährige Jurist war 30 Jahre lang Familienrichter, bevor er im Jahr 2000 an das höchste Zivilgericht, den High Court, berufen wurde. Der konservative britische Premierminister David Cameron will religiöse „Trauungen“ von Homosexuellen zulassen. Gegen den Gesetzentwurf, der „Ehe“ neu definiert und im Januar ins Parlament eingebracht werden soll, regt sich Widerstand von Kirchen und Religionsgemeinschaften sowie einer Gruppe von Unterhausabgeordneten aus allen Parteien. Die anglikanische „Kirche von England“ soll von der Regelung ausgenommen bleiben. [Weiterlesen]