11. Dezember 2017

China lernt beten

Quelle: factum

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Die Zahl der Christen wird in China vom Staatlichen Religionsamt mit zehn Millionen Protestanten und vier Millionen Katholiken angegeben. Eine aktuelle chinesische Studie räumt jetzt ein, dass die Zahl der Christen wesentlich höher ist und dass sie stetig zunimmt.

(24. Dezember 2012/tl.) – Das chinesische Institut für Weltreligionen (IWR) der Chinesischen Akademie der Sozialwissenschaften (CASS) veröffentlichte jetzt eine Untersuchung, derzufolge 29 Millionen Chinesen Christen sind. Die Zahl der Protestanten wird mit 23 Millionen, die der Katholiken mit sechs Millionen angegeben.

Aber auch diese Zahlen ergeben kein zutreffendes Bild von der geistlichen Situation in China. Denn die Studie erfasst nur die 29 Millionen Christen der offiziell zugelassenen «patriotischen Amtskirchen». Die romtreue katholische Kirche und die Bewegung der Hausgemeinden sind illegal und tauchen in der Statistik nicht auf.

Es ist schwierig, verlässliche Zahlen zu erhalten. Aber in China gibt es offenbar einen stürmischen geistlichen Aufbruch. Es kommen sehr viele Menschen zum Glauben an Jesus Christus. Schätzungen zufolge besuchen ungefähr 30 Millionen Christen Hausgemeinden.

Der Kirchenaktivist Yu Jie, Herausgeber eines Hauskirchenmagazins, schätzt, dass es allein in Peking 2000 Hausgemeinden gibt, denen jeweils 40 bis 50 Mitglieder angehören. Die Zahl der Hauskirchenchristen schätzt er damit so hoch ein wie die der offiziell registrierten Christen. Die offiziellen chinesischen Medien dürfen über Religiöses kaum berichten.

Dieser Artikel ist in factum 09/2012 erschienen.