21. November 2017

Kuba: Zwölf Pastoren verhaftet

Wie die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) heute in einer Medieninformation bekannt gibt, sind am 12. November in Bayamo, der Hauptstadt der ostkubanischen Provinz Granma, zwölf Mitglieder der Vereinigung „Pastores por el Cambio“ („Pastoren für den Wandel“) von Polizisten und Staatssicherheitsbeamten verhaftet worden.

Nach Auskunft des Vorsitzenden der Organisation Antonio Rodríguez Estrada wollten die Pastoren Hilfsgüter für Hurrikanopfer mit einem Lastwagen nach Santiago de Cuba bringen, als Beamte sie am Busterminal von Bayamo festnahmen, berichtet die IGFM. Sämtliche Hilfsgüter wurden beschlagnahmt. Von den verhafteten Pastoren fehlt bisher jede Spur und die kubanischen Medien verschwiegen die Festnahme der Pastoren, berichtet die IGFM weiter.

Immer wieder Verhaftungen von Pastoren wegen Predigen an öffentlichen Plätzen

Wie die IGFM weiter informiert, werden seit der Gründung der unabhängigen evangelischen Pastorenvereinigung ihre Mitglieder immer wieder verhaftet, weil sie ohne staatliche Genehmigung auf öffentlichen Plätzen predigen. Nach Angabe von Pastor César Serrano verweigern die kubanischen Behörden den Pastoren die Genehmigung, Kirchen zu bauen oder Räumlichkeiten zu mieten, in denen sich die Gemeinden versammeln können.

Die IGFM verurteilt das Vorgehen des Casto-Regimes gegen die Pastoren. „Dass Pastoren sogar verhaftet und verschleppt werden, weil sie Hilfsgüter zu den Opfern des Hurrikans bringen wollen, ist ein weiterer Beweis für die Unmenschlichkeit des Regimes“, so IGFM-Vorstandssprecher Martin Lessenthin.

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