22. November 2017

Homosexuelle kritisieren Heilsarmee

Quelle: idea.de

Foto: Thomas Schneider

Foto: Thomas Schneider

Bern/Zürich (idea) – Auf Ablehnung von Homosexuellen stößt die Bewerbung einer Musikgruppe der Schweizer Heilsarmee für den internationalen Musikwettbewerb „Eurovision Song Contest“ (ESC). Mit dem Lied „You and Me“ (Du und ich) möchten die sechs Musiker das Land im Mai 2013 im schwedischen Malmö vertreten.

Am 15. Dezember können die Schweizer per Telefon den Beitrag ihres Landes für den Wettbewerb wählen. Die Redaktion des Schweizer Schwulenmagazins „Display“ (Zürich) ruft alle Homosexuellen dazu auf, nicht für die freikirchliche Musikgruppe beim inländischen Vorentscheid zu stimmen. Zum Hintergrund: Die Heilsarmee hatte im Frühjahr einer lesbischen Heimleiterin gekündigt. Das Beschäftigungsverhältnis war unter anderem deshalb beendet worden, weil die Führungsperson eine gleichgeschlechtliche Beziehung zu einer Mitarbeiterin unterhielt.

Auf der Internetseite des Magazins „Display“ heißt es dazu: „Nächstenliebe gilt für alle. Sie ist nicht teilbar. Bei der Heilsarmee beschränkt sich jedoch die Liebe auf die Heterosexuellen.“ Die Redaktion sei der Meinung, dass Liebe keine Sünde sein könne. Sie fordert deshalb: „Keine Stimme von Schwulen und Lesben für die Heilsarmee.“ [Weiterlesen]