18. November 2017

Irmer erneuert Kritik am Islamunterricht in Hessen

Quelle: jungefreiheit.de

Hans-Jürgen Irmer (Mitte) am Messestand der JUNGEN FREIHEIT zur Frankfurter Buchmesse. Foto: Thomas Schneider

Hans-Jürgen Irmer (Mitte) am Messestand der JUNGEN FREIHEIT zur Frankfurter Buchmesse. Foto: Thomas Schneider

FRANKFURT AM MAIN. Der stellvertretende Vorsitzende der CDU im hessischen Landtag hat erneut Kritik an der geplanten Einführung eines Islamunterrichts in Hessen geübt. Dieser sei „kein Zeichen von Integration, sondern von Segregation“, sagte Irmer während einer Diskussionsveranstaltung der JUNGEN FREIHEIT auf der Frankfurter Buchmesse.

Der CDU-Politiker warnte, es sei völlig unklar, was in einem derartigen Unterricht vermittelt werden soll. Er bezweifelte, daß muslimische Schüler so aus den sogenannten „Hinterhofmoscheen“ geholt werden könnten: „Durch so einen Unterricht wird es keine Koranschule weniger geben.“ Irmer hatte bereits mehrfach auf die Gefahr eines muslimischen Konfessionsunterrichts hingewiesen. Aus Protest gegen dessen Einführung in Hessen durch CDU und FDP war Irmer als schulpolitischer Sprecher seiner Fraktion zurückgetreten.

Mit Blick auf die Diskussion um das konservative Profil der Union unterstrich er, eine Volkspartei wie die CDU müsse stets einen „schwierigen Spagat“ zwischen verschiedenen Strömungen üben. Gerade einige Medien machten es den Konservativen nicht einfach. Als Beispiel dafür nannte er den Umgang mit dem „Berliner Kreis“. Viele Mitglieder träten aus der CDU aus, weil sie die Entscheidungen in Berlin nicht mehr mittragen können. Dennoch müsse das Arbeitspensum der Kanzlerin anerkannt werden. Angela Merkel kämpfe mit schwerwiegenden Problemen in Europa. (ho)

Bereits am Vormittag hatte JF-Chefredakteur Dieter Stein die Arbeit der Bibliothek des Konservativismus gewürdigt.