21. Oktober 2017

Schweizer Christin weiter in der Hand von Terroristen

Quelle: idea.de

Silvia Eberhardt wird noch immer im Jemen als Geisel festgehalten. Foto: YouTube

Silvia Eberhardt wird noch immer im Jemen als Geisel festgehalten. Foto: YouTube

Die im Jemen entführte Schweizer Christin Silvia Eberhardt (Foto) befindet sich weiter in der Hand der Terrororganisation Al-Qaida. Am Wochenende soll eine geplante Freilassung in letzter Minute gescheitert sein.

Hudaida/Bern (idea) – Die im Jemen entführte Schweizer Christin Silvia Eberhardt (Bülach/Kanton Zürich) befindet sich weiter in der Hand der Terrororganisation Al-Qaida. Eine Freilassung der Geisel am Wochenende war in letzter Minute gescheitert. Wie die Nachrichtenagentur Reuters meldete, hatten sich die jemenitischen Behörden unter Vermittlung lokaler Stammesführer mit Al-Qaida auf die Freilassung geeinigt. Doch plötzlich hätten die Entführer ihre Forderung noch einmal erhöht. Sie sollen für die 34-Jährige umgerechnet zwölf Millionen Euro Lösegeld gefordert haben. Das Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) in Bern wollte die Meldung „im Interesse der Sicherheit der Geisel“ nicht kommentieren.

Zweite Video-Botschaft aufgetaucht

Kurz zuvor war eine Video-Botschaft der Geisel aufgetaucht. Das EDA bestätigte deren Existenz. „Das EDA hat Kenntnis von einem solchen Video“, schrieb EDA-Sprecher Tilman Renz in einer Stellungnahme. Weitere Angaben – auch zum Inhalt der Botschaft – könnten nicht gemacht werden. Laut Renz unternimmt der unter der Leitung des EDA stehende Krisenstab alles in seiner Macht Stehende, „um die sichere Freilassung der Geisel bei guter Gesundheit zu erreichen“.

Seit März in der Hand der Entführer

Es war das zweite Lebenszeichen per Video der am 13. März verschleppten Sprachlehrerin. Bereits im Mai war ein Video der Frau mit einem Hilferuf an die Schweizer Regierung aufgetaucht. Eberhardt arbeitete als Englischlehrerin in der Küstenstadt Hudaida und wurde in die Provinz Schabwa im Südosten des Landes entführt. Bis vor vier Jahren besuchte sie eine Baptistengemeinde in Bülach (Kanton Zürich). Offenbar ging sie auf eigene Initiative in den Jemen.