23. August 2017

Evangelisationsteam lehnt sächsischen Landesbischof als geistlichen Leiter ab

Das Evangelisationsteam der Evangelikalen Stiftung in Sachsen teilt in einer öffentlichen „Stellungnahme zur Öffnung der Pfarrhäuser für homosexuell lebende Pfarrer“ am 1. Juni mit, dass es „den Landesbischof, die Kirchenleitung und die Landessynode nicht mehr als geistliche Leitung“ der Ev.-Luth. Landeskirche Sachsens anerkenne.

Unterzeichnet haben die Stellungnahme Dr. Christa-Maria Steinberg (Ärztin für Kinder- und Jugendpsychiatrie & Psychotherapie), Dr. Theo Lehmann (Evangelist, Pfarrer & Berater der Evangelikalen Stiftung GmbH), Michael Rausch (Bezirksjugendwart & Berater der Evangelikalen Stiftung GmbH), die Evangelisten Michael Kaufmann und Andreas Riedel, der Zeltmeister Jens Ulbricht und der Musiker & Evangelist Frank Döhler.

Den Einsatz der Synodalen der Sächsischen Bekenntnis-Initiative (SBI) auf der Frühjahrs-Synode 2012 sei dankbar anzuerkennen. Mehr als eine Einschränkung „für die totale Öffnung der Pfarrhäuser für homosexuell lebende Pfarrer“ und „den Schutz derer, die praktizierte Homosexualität ablehnen“, hätte aber nicht erreicht werden können.

Die Unterzeichner stellen mit Bedauern fest,

„dass es auf Grundlage des Kirchenleitungsbeschlusses vom 21. Januar 2012 in seelsorgerlichen Ausnahmefällen Einzelerlaubnisse für homosexuelle Partnerschaften im Pfarrhaus geben kann. Nach unserem Schriftverständnis ist praktizierte Homosexualität mit der Heiligen Schrift nicht vereinbar.“

Außerdem bittet das sächsische Evangelisationsteam die SBI „eindringlich“, „umgehend eine Bekenntnissynode“ zu gründen.

Den vollständigen Wortlaut der Stellungnahme finden Sie hier:
Stellungnahme – Evangelisationsteam

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