15. Dezember 2017

Zehntausende feiern unter freiem Himmel

Quelle: idea.de

Zu Sachsens größtem Freiluft-Gottesdienst zu Pfingsten, der Waldandacht im westerzgebirgischen Stützengrün, kamen rund 5.000 Beucher. Foto: Eberhard Mädler

Zu Sachsens größtem Freiluft-Gottesdienst zu Pfingsten, der Waldandacht im westerzgebirgischen Stützengrün, kamen rund 5.000 Beucher. Foto: Eberhard Mädler

Die traditionellen christlichen Pfingsttreffen in Deutschland erfreuten sich dieses Jahr großer Beliebtheit. Die Glaubenskonferenzen, Missionsfeste und Jugendveranstaltungen verzeichneten mehr Besucher als im Vorjahr. Insgesamt nahmen rund 65.000 Personen an den Treffen teil.

Wetzlar (idea) – Stärker besucht als im Vorjahr waren die traditionellen christlichen Pfingsttreffen in Deutschland. Glaubenskonferenzen, Missionsfeste und Jugendveranstaltungen zogen – bei meist strahlendem Sonnenschein – zehntausende Besucher an. An den überwiegend evangelikalen Zusammenkünften, die der Evangelischen Nachrichtenagentur idea (Wetzlar) gemeldet wurden, beteiligten sich rund 65.000 Personen. Im Vorjahr waren es etwa 60.000. Nicht eingerechnet sind zahlreiche Gottesdienste, die von Kirchengemeinden – zum Teil ökumenisch – unter freiem Himmel gefeiert wurden. Hinzu kamen mehrere besondere Großveranstaltungen. Allein beim Gründungsfest der „Nordkirche“ versammelten sich etwa 20.000 Menschen in Ratzeburg. 50.000 Besucher wurden bei der „Nacht der Offenen Kirchen“ in Westfalen gezählt, an der sich rund 300 Kirchen beteiligten. Meist handelte es sich um kirchenmusikalische Veranstaltungen, aber auch Gottesdienste, Ausstellungen, Führungen und Lesungen wurden angeboten. Ähnliche Aktionen gab es in Berlin und Kaiserslautern. Zum ersten Ökumenischen Inseltag rund um den Chiemsee kamen rund 2.300 Protestanten und Katholiken.

Rekorde in Bayern und Württemberg

Mit rund 16.000 Besuchern registrierte der evangelische Bayerische Kirchentag auf dem Hesselberg (Mittelfranken) den größten Andrang seit 15 Jahren. Auch das Pfingsttreffen des CVJM Bobengrün (Oberfranken) und das Pfingstjugendtreffen des württembergischen Diakonissenmutterhauses Aidlingen bei Böblingen stießen mit 16.000 bzw 9.500 Teilnehmern auf größeres Interesse als in den Vorjahren. Weitere gut besuchte Veranstaltungen waren das Missionsfest der Liebenzeller Mission (4.500) und der Gemeinschaftstag des Liebenzeller Gemeinschaftsverbandes (2.200).

Besonders beliebt: Gottesdienste im Grünen

Viel Zuspruch fanden auch andere evangelikale Jugendtreffen, etwa das vom Forum Wiedenest (früher: Missionshaus Bibelschule Wiedenest) in Siegen mit 2.500 Teilnehmern und das Pfingsttreffen des Christlichen Jugendbundes Bayern im mittelfränkischen Puschendorf (400 Teilnehmer). Als „Renner“ erwiesen sich ebenfalls mehrere traditionelle Freiluft-Gottesdienste. Zum Gottesdienst im Grünen der Landeskirchlichen Gemeinschaft im sächsischen Stützengrün (Erzgebirge) strömten rund 5.000 Gäste. Beim CVJM-Gottesdienst an der Glörtalsperre bei Lüdenscheid trafen sich 1.000 Personen. Zum Gemeinschaftstag des Evangelischen Gemeinschaftsverbandes Herborn kamen etwa 300 Freunde und Mitglieder.

3.000 Besucher bei freikirchlichem Kongress

Größtes freikirchliches Treffen war in diesem Jahr ein Kongress des Bundes Freier evangelischer Gemeinden in Kassel, an dem sich etwa 3.000 Christen beteiligten. Das 40-jährige Bestehen der Aktion für verfolgte Christen und Notleidende (AVC) feierten 700 Christen in Nidda (Mittelhessen). An das im Neuen Testament beschriebene Pfingstwunder, als unter dem Einfluss des Heiligen Geistes Menschen aus allen Ländern den christlichen Glauben annahmen, erinnerten die Kirchen unter anderem in Stuttgart und Frankfurt am Main mit internationalen Festen. Dabei präsentierten sich fremdsprachige evangelische Gemeinden, deren Mitglieder aus Afrika, Asien oder Lateinamerika stammen.