15. Dezember 2017

Wer flucht, muss büßen

Quelle: idea.de

US-Kleinstadt will öffentliches Schimpfen bestrafen. Foto: Pixelio/Peter909

US-Kleinstadt will öffentliches Schimpfen bestrafen. Foto: Pixelio/Peter909

Middleborough (idea) – Wer flucht, muss büßen: Für sprachliche Umweltverschmutzung will eine Kleinstadt im US-Bundesstaat Massachusetts künftig Ordnungsgelder verhängen. Aggressives Fluchen und Schimpfen in der Öffentlichkeit soll in Middleborough mit 20 Dollar (15,20 Euro) belegt werden.

Polizeichef Bruce Gates räumt ein, dass es Wichtigeres gebe, als solche Verstöße zu ahnden, aber es gehe schließlich um die Lebensqualität für die 22.000 Einwohner. Vor allem Jugendliche gebrauchten aggressive Fluch- und Schimpfwörter. Das schüchtere Kunden ein, beklagt sich die Ladeninhaberin Paulette Lilla. Sie findet es gut, dass die Stadt dagegen einschreiten will. Andere Bürger meinen, dass die Behörden überreagieren. Brian P. Giovanoni sah sogar die Meinungsfreiheit beeinträchtigt. Am 11. Juni soll eine Gemeindeversammlung entscheiden, ob eine entsprechende Verordnung aus dem Jahr 1968 aktiviert wird. Sie sieht neben dem Bußgeld für Fluchen und Schimpfen auch Strafen für den öffentlichen Konsum von Marihuana (300 Dollar/228 Euro) und das Schaufeln von Schnee vom Bürgersteig auf die Straße (50 Dollar/38 Euro) vor.