15. Dezember 2017

Lady Gaga bringt Christen gegen sich auf

Quelle: idea.de

Die US-amerikanische Popsängerin Lady Gaga. Foto: PR

Die US-amerikanische Popsängerin Lady Gaga. Foto: PR

Seoul (idea) – Die US-amerikanische Popsängerin Lady Gaga hat Christen in Südkorea gegen sich aufgebracht. Die 26-Jährige gab am 27. April ein Konzert vor rund 50.000 Fans im Olympiastadion von Seoul. Wegen der sexuellen und gewalttätigen Inhalte waren zu dem Konzert nur Erwachsene über 18 Jahren zugelassen.

Christliche Gruppen hatten zuvor gegen simulierten Gruppensex, lesbische Szenen und den Einsatz von nachgemachtem Maschinengewehrfeuer sowie anderen blutigen Showeffekten protestiert. Auch ein beleuchtetes Kreuz kam bei Lady Gagas zweistündigem Auftritt zum Einsatz. Südkoreas kirchliche Kommunikationsvereinigung rief zu einer „konzertierten Aktion“ auf, um zu verhindern, dass sich junge Leute von Homosexualität und Pornographie beeindrucken ließen. Einige Christen demonstrierten vor dem Stadion und beteten, andere verteilten Flugblätter mit Aufrufen zum Gebet. Lady Gaga sei eine „verletzte Seele“, die Heilung brauche. Christen sollten ihr mit Liebe begegnen und sie segnen.

Loblied auf alle sexuellen Ausrichtungen

Lady Gaga setzt ihre Tournee in anderen asiatischen Ländern, Australien und Europa fort. Mit 87 Millionen verkauften Tonträgern zählt sie zu den erfolgreichsten Interpreten der Gegenwart. In einigen Ländern sind ihre Hits verboten, etwa die Single „Judas“ oder das Album „Born this Way“ (So geboren). Der Titelsong ist ein Loblied auf alle sexuellen Ausrichtungen – ob hetero-, homo-, bi- oder transsexuell. In Südkorea hat sich das Christentum stark ausgebreitet. Von den 48,5 Millionen Einwohnern sind 31 Prozent Christen. Die meisten, nämlich 23,8 Prozent der Bevölkerung, sind Evangelikale. 31 Prozent der Südkoreaner gehören keiner Religion an, 23,7 Prozent sind Buddhisten und sieben Prozent Anhänger von Stammesreligionen. Hinzu kommen kleine Gruppen anderer Religionen.