15. Dezember 2017

Hessischer CDU-Fraktionschef: Keine Abstriche am „C“

Quelle: idea.de

Der Vorsitzende der hessischen CDU-Landtagsfraktion, Christean Wagner: Das Christliche ist unverzichtbar für unser Handeln. Foto: idea/Bannach

Der Vorsitzende der hessischen CDU-Landtagsfraktion, Christean Wagner: Das Christliche ist unverzichtbar für unser Handeln. Foto: idea/Bannach

Frankfurt am Main (idea) – Der Vorsitzende der hessischen CDU-Landtagsfraktion, Christean Wagner, hat die Bedeutung des „C“ im Parteinamen unterstrichen. „Das Christliche ist ein unverzichtbares Fundament unseres politischen Handelns.“

Es gebe keine Bestrebungen, „das C kleiner zu schreiben“, sagte Wagner in einem Interview mit der Zeitung Frankfurter Rundschau. Den 45 CDU-Abgeordneten sei wichtig, dass in ihrem Sitzungssaal ein Kreuz hänge. Auch habe die Union fraktionsübergreifende, ökumenische Andachten in den Plenarwochen eingeführt. In einer immer stärker säkular geprägten Gesellschaft dürften die Grundüberzeugungen nicht „über Bord geworfen“ werden. Wagner: „Wir sollten Positionen, die wir über Jahrzehnte für richtig gehalten haben, nicht innerhalb von Wochen verändern.“

Zweimal geschieden

Er bedauerte, dass er persönlich christliche Überzeugungen – etwa die Unauflöslichkeit der Ehe – nicht immer habe einhalten können: „Ich bin nicht glücklich darüber, dass zwei gescheiterte Ehen zu meiner Biografie gehören.“ Der 69-Jährige ist zum dritten Mal verheiratet. Zugleich wandte er sich dagegen, homosexuellen Partnern gleiche Rechte und Pflichten einzuräumen wie Ehepaaren: „Allein die Familie steht unter besonderem Schutz des Staates. Das steht im Grundgesetz.“ Nach allgemeinem Verständnis gehe es bei der Ehe um eine Beziehung zwischen Mann und Frau.

Salafisten gehören nicht zu Deutschland

Wagner hält daran fest, dass Deutschland „ein christlich geprägtes Land“ sei. Zwar gehörten 3,5 Millionen Muslime inzwischen zu Deutschland, nicht aber „Kultur und Herkunft des Islam“. Mit offenen Armen nehme man jene Muslime in Deutschland auf, die bereit seien, das Grundgesetz anzuerkennen und die hiesige Kultur zu akzeptieren: „Ich will den Deutschen türkischer Herkunft, nicht den Türken mit deutschem Pass.“ Radikale Islamisten, wie etwa Salafisten, gehörten nicht zu Deutschland. Ziel des Staates müsse sein, „sie an ihrem staatsfeindlichen Agieren zu hindern“.