23. Oktober 2017

Nigeria: Mindestens 20 Tote bei Anschlag vor einer Kirche

Quelle: idea.de

Bomben detonierten während eines Ostergottesdienstes in der Stadt Kaduna. Karte: PR

Bomben detonierten während eines Ostergottesdienstes in der Stadt Kaduna. Karte: PR

Kaduna (idea) – Blutiger Ostersonntag in Nigeria: Im Norden des Landes sind bei einem Bombenanschlag gegenüber einer Kirche mindestens 20 Menschen getötet worden. Das Attentat ereignete sich in der Stadt Kaduna, berichteten nigerianische Medien.

Zwei mit Sprengstoff präparierte Autos detonierten während des Ostergottesdienstes einer evangelikalen Gemeinde. Der Tat verdächtigt wird die islamistische Terrororganisation Boko Haram. Der Name bedeutet „Alles Westliche ist Sünde“. Die Terrorgruppe will die Christen aus dem islamisch dominierten Norden des Landes vertreiben. Vor dem Attentat hatte es für die Ostertage in Nigeria Sicherheitswarnungen der USA und Großbritanniens gegeben. Die Organisation Boko Haram, die Kontakte zum Terrornetzwerk Al Kaida hat, verübte in den vergangenen Monaten zahlreiche blutige Anschläge auf Kirchen und Häuser von Christen sowie staatliche Einrichtungen. Seit Jahresbeginn kamen dabei rund 300 Menschen ums Leben. Im vergangenen Jahr soll es etwa 500 Todesopfer gegeben haben. Nach Angaben von Religionsstatistikern sind 51,3 Prozent der 158 Millionen Einwohner Nigerias Christen. Muslime stellen 45,1 Prozent der Bevölkerung. Hinzu kommen Anhänger von Naturreligionen.