17. Oktober 2017

„Keine Todesstrafe für christlichen Glauben!“

Quelle: idea.de

Hamburger Ostermarsch: Demonstranten fordern Freiheit für den iranischen Pastor Youcef Nadarkhani. Foto: PR

Hamburger Ostermarsch: Demonstranten fordern Freiheit für den iranischen Pastor Youcef Nadarkhani. Foto: PR

Hamburg (idea) – „Keine Todesstrafe für christlichen Glauben!“ Mit dieser Forderung haben rund 500 Teilnehmer eines Ostermarsches am 7. April in Hamburg für die Freilassung des iranischen Pastors Youcef Nadarkhani demonstriert.

Der 34 Jahre alte frühere Muslim, der als 19-Jähriger den christlichen Glauben annahm, ist nach Angaben von Menschenrechtsorganisationen wegen „Abfalls vom Islam“ und „Verbreitung nicht-islamischer Lehren“ zum Tode verurteilt und sitzt im Gefängnis von Rascht ein. Der Ostermarsch wurde von der Hamburger Ortsgruppe der Internationalen Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) mit Unterstützung der Evangelischen Allianz und der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) organisiert. Bei der Kundgebung wurden Grußworte von CDU-Generalsekretär Hermann Gröhe und der SPD-Kirchenbeauftragten Kerstin Griese verlesen, die einhellig die sofortige Freilassung Nadarkhanis forderten und seine Verurteilung aus Glaubensgründen als Verstoß gegen internationale Menschenrechtsabkommen bezeichneten. Unter anderem sprachen bei der Demonstration die Bundestagsabgeordneten Jürgen Klimke (CDU) und Burkhard Müller-Sönksen (FDP) sowie Thomas Pusch von den „Christen in der SPD“, ferner der Vorsitzende der Evangelischen Allianz Hamburg, Pastor Matthias C. Wolff, und Pastor Dietmar Lütz vom Vorstand der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) in der Hansestadt. Seit September veranstaltet die IGFM in Hamburg fast an jedem Sonnabend Mahnwachen für Nadarkhani. Insgesamt hat sie annähernd 50.000 Unterschriften für seine Freilassung gesammelt.