17. Oktober 2017

Gottesdienst macht glücklich

Quelle: idea.de

Gottesdienst mit Ulrich Parzany in der Chemnitzer Lutherkirche - Foto: Thomas Schneider

Gottesdienst mit Ulrich Parzany in der Chemnitzer Lutherkirche - Foto: Thomas Schneider

Washington/Berlin (idea) – Kirchgang macht glücklich. Der Gottesdienstbesuch macht den Sonntag zu einem besonders schönen Tag. Das hat das Meinungsforschungsinstitut Gallup (Washington) zusammen mit dem Unternehmen Healthways (Franklin/US-Bundesstaat Tennessee) in einer Langzeitstudie herausgefunden. Sie erstellen mit täglichen Telefonbefragungen von insgesamt über 300.000 Erwachsenen einen „Index des Wohlbefindens“.

Damit werden positive Gefühle wie Lächeln, Lachen und Glück sowie negative wie Sorge, Trauer und Zorn gemessen. Regelmäßige Kirchgänger erreichen eine Punktzahl von 3,4, während Menschen, die nie zur Kirche gehen, auf 3,1 kommen. Der Sonntag wird für Kirchgänger zu einem besonders schönen Tag (3,5 Punkte); Leute, die zu Hause bleiben, erreichen nur 3,1. Von allen wird das Wochenende als weniger mit Sorgen beladen empfunden als die Werktage. Am glücklichsten sind die Befragten am Sonnabend. Während die negativen Emotionen für Gottesdienstmuffel am Sonntag wieder auf bis zu 0,9 Punkte steigen, erreichen sie bei regelmäßigen Kirchgängern dann den Tiefpunkt der Woche (0,7). Als Grund nehmen die Meinungsforscher an, dass die Gemeinschaft mit Christen in einer Gemeinde das Wohlbefinden steigert. Bei anderen Menschen wüchsen hingegen sonntags bereits die Sorgen in Erwartung der kommenden Arbeitswoche.

Deutschen geht es besser als US-Amerikanern

Seit September 2011 messen Gallup und Healthways auch das Wohlbefinden der Deutschen. Nach den ersten Trends schält sich heraus, dass es ihnen generell besser geht als etwa US-Amerikanern oder Briten. Sie schätzten auch ihr berufliches Umfeld positiver ein. Vor allem Familien mit Kindern hätten ein höheres Wohlbefinden, während im Ausland geborene Erwachsene sich weniger gut fühlten. Allerdings machten sich die Deutschen mehr Sorgen um ihre Zukunft, so der Direktor von Healthways, Ben Leedle.