17. Oktober 2017

Die US-Amerikaner sind ein frommes Volk

Quelle: idea.de

Foto: s.media/pixelio.de

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Princeton (idea) – Die US-Amerikaner sind auch statistisch gesehen ein frommes Volk. Nach einer am 30. März in Princeton (Bundesstaat New Jersey) veröffentlichten Untersuchung des Gallup-Meinungsforschungsinstituts sind 40 Prozent der knapp 318 Millionen Einwohner „sehr religiös“.

Für sie ist der Glaube ein wichtiger Teil des Alltagslebens, und sie gehen fast jede Woche zum Gottesdienst. 28 Prozent bezeichnen sich als „gemäßigt religiös“; ihnen ist der Glaube zwar wichtig, aber sie lassen sich nicht regelmäßig im Gottesdienst sehen. Die übrigen 32 Prozent stufen sich als „nicht religiös“ ein; ihnen bedeutet der Glaube nicht viel, und sie besuchen selten Kirche, Synagoge oder Moschee. Die Meinungsforscher befragten von Januar bis Dezember 2011 fast 354.000 Erwachsene.

Der Süden ist am glaubensstärksten

Dabei stellten sie große Unterschiede in der Religiosität zwischen den 50 Bundesstaaten fest. Der religiöseste Staat ist Mississippi, wo 59 Prozent der drei Millionen Einwohner sehr religiös sind. Darauf folgt der vor allem von der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage (Mormonen) geprägte Staat Utah: 57 Prozent der 2,8 Millionen Einwohner sind sehr religiös. Auch in Louisiana (54 Prozent/4,5 Millionen Einwohner), Arkansas (54 Prozent/2,9 Millionen), Süd Carolina (54 Prozent/4,6 Millionen), Tennessee (52 Prozent/6,3 Millionen) und Nord Carolina (50 Prozent/9,5 Millionen) ist mindestens jeder zweite Einwohner sehr religiös. Laut Gallup liegen acht der zehn religiösesten Staaten im traditionell glaubensstarken Süden der USA. Die Nicht-Religiösen haben ihre Hochburgen vor allem in Neu-England an der Ostküste. In Vermont sind 58 Prozent der 626.000 Einwohner nicht gläubig, in New Hampshire sind es 52 Prozent (1,3 Millionen Einwohner) in Maine 49 Prozent (1,3 Millionen) und in Massachusetts 47 Prozent (6,5 Millionen).