23. Oktober 2017

Allianzvorsitzender: Von Jesus den Umgang mit Macht lernen

Quelle: idea.de

Der Vorsitzende der Deutschen Evangelischen Allianz, Präses Michael Diener: Er hatte die ganze Machtfülle Gottes und wusch seinen Jüngern die Füße. Foto: idea/kairospress

Der Vorsitzende der Deutschen Evangelischen Allianz, Präses Michael Diener: Er hatte die ganze Machtfülle Gottes und wusch seinen Jüngern die Füße. Foto: idea/kairospress

Willingen (idea) – Der Vorsitzende der Deutschen Evangelischen Allianz, Präses Michael Diener (Kassel), hat dazu aufgerufen, sich beim Umgang mit Macht an Jesus Christus zu orientieren. Er sei ein Vorbild für Demut gewesen.

„Jesus hatte die ganze Machtfülle Gottes in den Händen, und er hat sich hingekniet, um seinen Jüngern die Füße zu waschen“, sagte Diener in einer Bibelarbeit beim GemeindeFerienFestival SPRING in Willingen (Nordhessen). Wenn Jesus Christus nicht das Vorbild sei, führe die Machtkonzentration auf eine Person oder eine Partei fast automatisch zu etwas Negativem. „Gott bindet seine Macht immer an Liebe. Es gibt kein Bild von Jesus mit geballter Faust“, so der Theologe, der im Hauptamt Präses des Evangelischen Gnadauer Gemeinschaftsverbandes (Vereinigung Landeskirchlicher Gemeinschaften) ist. Diener appellierte an christliche Gemeinden, sich nicht zu isolieren und nur „interne“ Veranstaltungen durchzuführen, sondern Freundschaften zu Menschen anderer Glaubensauffassungen zu pflegen.

Es fehlt an männergerechten Angeboten

Der Öffentlichkeits- und Medienreferent der Deutschen Zeltmission, Torsten Gresser (Siegen), bedauerte in einem Seminar, dass es in den Gemeinden zu wenig männergerechte Angebote gebe. Im Kern liege das daran, dass viele Männer ihren Mut zum Engagement verloren hätten – sowohl bei der Erziehung wie auch in den Gemeinden, die als Folge oft weiblich geprägt seien. „Männer verlieren daher das Interesse, Gottesdienste zu besuchen“, beklagte Gresser. Dies wiederum präge deren Kinder, wenn sie sehen, dass der Vater der Gemeinde fern bleibe und sich nur die Mutter um die geistlichen Dinge kümmere. Männer müssten ihren Mut zurückgewinnen und sich wieder einsetzen. Gresser schlug unter anderem Gesprächskreise für Männer vor sowie Unternehmungen in der Natur, die Männer eher ansprächen als das Sitzen in einem Gottesdienst.