18. November 2017

Pluralismus macht Suche nach Wahrheit nicht überflüssig

Quelle: idea.de

Der Vorsitzende des Landesverbandes Landeskirchlicher Gemeinschaften in Sachsen, Prof. Johannes Berthold. Foto: idea/Pankau

Der Vorsitzende des Landesverbandes Landeskirchlicher Gemeinschaften in Sachsen, Prof. Johannes Berthold. Foto: idea/Pankau

Leipzig (idea) – Der heute vorherrschende Pluralismus macht die Suche nach Wahrheit nicht überflüssig. Diese Ansicht vertrat der Vorsitzende des Landesverbandes Landeskirchlicher Gemeinschaften in Sachsen, Prof. Johannes Berthold (Moritzburg), am 18. März in einem Gottesdienst für Aussteller und Journalisten auf der Leipziger Buchmesse.

Jesus Christus sage von sich, der Weg, die Wahrheit und das Leben zu sein. Christen sollten diesen Anspruch Jesu offensiv vertreten. Wie Berthold vor den knapp 50 Besuchern weiter sagte, redeten selbst militante Atheisten immer wieder von Gott. Sie glaubten zwar nicht an ihn, viele räumten aber ein, ihn immer wieder zu vermissen. Berthold ermutigte dazu, Jesus Christus zur Grundlage und zum Maßstab für das ganze Leben zu machen. Im Blick auf die gegenwärtige Finanzkrise meinte er, niemand könne über leichtsinnig angehäufte Schuldenberge einfach hinwegsehen. Die europäischen Regierungen versuchten, dagegen mit riesigen Rettungsschirmen anzukämpfen. Gott habe jedoch die größte Rettungsaktion in der Geschichte vollbracht, indem er angesichts der unendlichen Berge menschlicher Schuld, in seinem Sohn Jesus Christus die Welt mit sich versöhnt habe.

Den Segen Gottes nicht nur aus Verlegenheit wünschen

Karl-Wilhelm Bergerhoff (Hermannsburg), Vorstandsmitglied der Vereinigung Evangelischer Buchhändler und Verleger, plädierte für eine Rückbesinnung auf die „gute Tradition frommer Haussprüche“ wie „An Gottes Segen ist alles gelegen“. Es erfülle ein Leben mit Dankbarkeit und Zufriedenheit, wenn man sich klar mache, dass man aus Gottes Gnade lebe und nicht aus den eigenen Leistungen. Gelingendes Leben sei, wenn man Gott alles anvertraue, sagte Bergerhoff. Er rief dazu auf, den Segen Gottes anderen Menschen nicht nur als Floskel, sondern ganz bewusst zu wünschen. Der Vorsitzende des Evangelischen Medienverbandes in Deutschland, Wolfgang Riewe (Bielefeld), rief dazu auf, die Beziehung zu Gott nicht aus dem Alltag auszulagern. Anstatt sich von alltäglichen Sorgen auffressen zu lassen, sollten Christen sie „auf den werfen, der sie tragen kann – Jesus Christus“. Zu dem Gottesdienst eingeladen hatte der Evangelische Medienverband in Deutschland in Zusammenarbeit mit der Vereinigung Evangelischer Buchhändler und Verleger. Musikalisch gestaltet wurde er von dem baptistischen Musiker Andreas Reimann (Stendal). Auch im nächsten Jahr soll es wieder einen Gottesdienst für Aussteller und Journalisten geben.