19. November 2017

Parzany: Gottvergessenheit wird zur Volkskrankheit

Quelle: idea.de

Der Evangelist Ulrich Parzany. Foto: PR

Der Evangelist Ulrich Parzany. Foto: PR

Bielefeld (idea) – „Ich bedauere, dass wir Gott vergessen haben.“ Das sagte der Evangelist Ulrich Parzany (Kassel), zum Auftakt einer regionalen ProChrist-Veranstaltung am 18. März in Bielefeld.

Vor rund 3.000 Besuchern stellte der Leiter der bundesweiten Aktion ProChrist fest, dass die Gottvergessenheit mehr und mehr zu einer Volkskrankheit werde. „Gott hat uns nicht vergessen“, so der 70-Jährige in seiner Predigt. Bei den Abendveranstaltungen bis zum 25. März berichtet jeweils ein prominienter Gast über seinen christlichen Glauben. Zum Auftakt der Veranstaltungsreihe unter dem Thema „Suchst du noch – oder lebst du schon?“ wirkte der Leiter des örtlichen IKEA-Möbelhauses, Jürgen Wießmann, mit. Er sprach über die beruflichen Herausforderungen angesichts von bis zu 15.000 Kunden täglich. Er begegne ihnen gelassen durch Freude an seiner Familie, Spaß an der Arbeit und durch seinen persönlichen Glauben. Die ProChrist-Veranstaltungen werden in sechs Sprachen übersetzt. Der Vorsitzende des örtlichen Trägerkreises, Pastor Edwin Schulz, rechnet mit bis zu 5.400 Gästen pro Abend; so viele passen in die Seidensticker-Halle. In dem Kreis haben sich 16 Gemeinden zusammengeschlossen. Sie hätten 500 ehrenamtliche Mitarbeiter gewinnen wollen, inzwischen seien es bereits 800, so Schulz. Im Raum Bielefeld gibt es nach seinen Worten etwa 130 landes- und freikirchliche Gemeinden. Unmittelbar nach den ProChrist-Tagen bieten Bielefelder Gemeinden Glaubenskurse an.

Zeitungsbeilage macht neugierig auf den Glauben

Auf die Plakat- und Radiowerbung erhalten die Veranstalter überwiegend positive Reaktionen. Ungewöhnlich war die Zusammenarbeit der Kirchenpresse mit den Tageszeitungen in Ostwestfalen-Lippe im Vorfeld der Großveranstaltung. Erstmalig erstellte das Evangelische Medienhaus (Bielefeld) in Kooperation mit den Tageszeitungen der Region eine 16-seitige Beilage, die mit Interviews, Portraits und Gedankenanstößen auf das Programm von ProChrist neugierig machte. Die Beilage lag in einer Auflage von 460.000 Stück den Tageszeitungen sowie der evangelischen Zeitung „Unsere Kirche“ bei. „Die Zusammenarbeit mit den Tageszeitungen war sehr gut. Es hat für viel Erstaunen bei den Lesern gesorgt“, sagte der Verlagsdirektor des Evangelischen Medienhauses, Wolfgang Riewe (Bielefeld), gegenüber idea.