19. November 2017

Palästinenser rufen zum „Marsch auf Jerusalem“ auf

Quelle: idea.de

Beim „Marsch auf Jerusalem“ wollen Hunderttausende Israels Grenzen durchbrechen. Foto: idea/kairospress

Beim „Marsch auf Jerusalem“ wollen Hunderttausende Israels Grenzen durchbrechen. Foto: idea/kairospress

Jerusalem/Stuttgart (idea) – Zu einem weltweiten „Marsch auf Jerusalem“ haben palästinensische Organisationen und ausländische Unterstützergruppen aufgerufen. Am 30. März sollen Hunderttausende aus Syrien, Jordanien, dem Libanon, Ägypten und den palästinensischen Gebieten die Grenzen zu Israel durchbrechen.

Die Aktion wird von mehr als 700 Organisationen in 64 Ländern vorbereitet. Dem israelischen Geheimdienst zufolge sind darunter auch die ägyptische Muslimbruderschaft sowie die Terror-Organisationen Hamas, Hisbollah und Islamischer Dschihad. Ziel sei, Palästina und Jerusalem aus den Händen der Zionisten zu befreien. Dabei hätten die Organisatoren versprochen, dass die Proteste ohne Gewalt verlaufen werden. Nach Angaben des christlichen Pressedienstes „Nachrichten aus Israel“ (NAI/Jerusalem) haben palästinensische Medien der Bevölkerung erklärt, dass man keine Angst vor Israel und den Grenzsoldaten haben müsse. Das Militär schieße nicht auf Zivilisten. Laut NAI wurde die jüdische Gemeinde Im Iran gezwungen, einen Aufruf zur Unterstützung des Marsches zu schreiben und die zionistische Politik scharf zu verurteilen.

Vor einem Jahr gab es 13 Tote

Unterdessen hat Israel seine Nachbarstaaten davor gewarnt, die Märsche zu erlauben. Bei einer ähnlichen Aktion vor einem Jahr gelang es einigen Demonstranten, nach Israel einzudringen. Bei Auseinandersetzungen mit der Polizei starben 13 Menschen, was zu scharfer internationaler Kritik an Israel führte.

Solidaritäts-Veranstaltungen von Gegnern und Freunden Israels

Zeitgleich mit dem „Marsch auf Jerusalem“ sind in mehreren europäischen Ländern Kundgebungen von Gegnern und Freunden Israels geplant. In Stuttgart wollen palästinensische Solidaritätskomitees, die Links-Partei und die Marxistisch-Leninistische Partei „gegen die Vernichtung der Lebensgrundlagen der Palästinenser“ demonstrieren. Parallel dazu will die Deutsch-Israelische Gesellschaft Solidarität mit Israel bekunden. Ihr Motto: „Wer Israel dämonisiert, macht sich zum Handlanger derer, die den jüdischen Staat ausradieren wollen.“ In der Schweizer Hauptstadt Bern haben Christen aufgerufen, am 30. März besonders für den Frieden in Jerusalem zu beten, damit es nicht zu Zusammenstössen zwischen Demonstranten und israelischen Sicherheitskräften komme und der Marsch ein für die Medien uninteressanter Flop werde.