19. November 2017

Leichtes Minus bei Abtreibungen ist kein Fortschritt

Quelle: idea.de

Der Vorsitzende des Bundesverbandes, Martin Lohmann. Foto: PR

Der Vorsitzende des Bundesverbandes, Martin Lohmann. Foto: PR

Berlin (idea) – Für „erschreckend“ hält es der Bundesverband Lebensrecht (Berlin), dass im vergangenen Jahr nach offizieller Zählung rund 109.000 Kinder in Deutschland im Mutterleib getötet wurden.

Der Zusammenschluss von 14 Lebensrechtsgruppen warnt davor, in der leicht gesunkenen Zahl eine positive Entwicklung zu sehen. „Angesichts eines Rückgangs der in Deutschland vorhandenen Frauen im gebärfähigen Alter wäre es fatal, hier den Rückgang der Abtreibungszahlen um 1,4 Prozent als Fortschritt zu bezeichnen“, erklärte der Vorsitzende des Bundesverbandes, Martin Lohmann, am 7. März in Berlin. Er geht von einer „ebenso hohen Dunkelziffer“ aus, da sich viele Ärzte schämten, alle Abtreibungen zu melden.

Tötung im Mutterleib ist „Todesursache Nummer eins“

„Fakt ist nach wie vor, dass die Tötung von Menschen im Mutterleib weltweit die Todesursache Nummer eins ist“, so Lohmann. Sie sei von Menschen gemacht. Er nennt es „furchtbar“, dass nach den vorliegenden Zahlen des Statistischen Bundesamts (Wiesbaden) 60 Prozent aller Abtreibungen „von Frauen (und nicht selten den dahinter stehenden feigen Vätern) vorgenommen werden, die bereits Mutter von einem lebend geborenen Kind sind“. Lohmann mahnt: „Eine Gesellschaft, die die Tötung von Menschen, denen die Unantastbarkeit der Würde und des Lebensrechts vom ersten Augenblick der Zeugung bis zum natürlichen Tod zusteht, als Mittel der Planung zulässt, verwirkt jede wirkliche Humanität und jeden Anspruch auf Qualität.“ Die neuen Abtreibungszahlen seien eine entschiedene Einladung, für eine Kultur des Lebens und gegen eine Unkultur des Tötens zu kämpfen.