22. November 2017

Christen gedenken abgetriebener Kinder

Quelle: idea.de

Der Gebetszug „1000 Kreuze für das Leben“ am Kardinal-von-Galen-Denkmal auf dem Domplatz Münster. Foto: PR

Der Gebetszug „1000 Kreuze für das Leben“ am Kardinal-von-Galen-Denkmal auf dem Domplatz Münster. Foto: PR

Münster (idea) – Zum Gedenken an abgetriebene Kinder sind am 10. März etwa 100 christliche Lebensrechtler mit Gebet und Gesang durch Münster gezogen. Die Veranstaltung „1.000 Kreuze für das Leben“ fand zum neunten Mal statt.

Bei einer Trauerzeremonie auf einer Brücke über den Fluss Aa gedachten die Teilnehmer der verstorbenen ungeborenen Kinder. Jeweils nach Aufruf eines Mädchen- oder Jungennamens läutete eine Totenglocke. Danach warf ein Beter bzw. eine Beterin eine Rose in die Aa; insgesamt wurden 100 Rosen dem Fluss übergeben. „Jede Rose steht für etwa zehn der rund 1.000 unserer kleinsten Brüder und Schwestern, die an einem gewöhnlichen Werktag in Deutschland sterben müssen“, sagte Klaus Hengstebeck vom Ökumenischen Gebetsnetzwerk „Euro Pro Life“ (München) gegenüber idea. Der Gebetszug wurde laut Polizeiangaben von etwa 200 Abtreibungsbefürwortern gestört. Die Ordnungshüter erteilten fünf Gegendemonstranten Platzverweise. Zwei leisteten bei der Durchsuchung Widerstand; gegen sie wurden Strafverfahren eingeleitet. Mitglieder der 2007 gegründeten überkonfessionellen Organisation „Euro Pro Life“ sind Vertreter von Lebensschutzgruppen aus 21 europäischen Ländern.