21. November 2017

Zahl evangelikaler Missionare aus Deutschland sinkt leicht

Quelle: idea.de

Der AEM-Vorsitzende Detlef Blöcher: Interesse an missionarischen Kurzzeiteinsätzen ungebrochen. Foto: PR

Der AEM-Vorsitzende Detlef Blöcher: Interesse an missionarischen Kurzzeiteinsätzen ungebrochen. Foto: PR

Schwäbisch Gmünd (idea) – Nach jahrelangem Zuwachs ist die Zahl der aus Deutschland entsandten evangelikalen Missionare 2011 erstmals zurückgegangen.

Das geht aus dem Jahresbericht der Arbeitsgemeinschaft Evangelikaler Missionen (AEM) hervor, die vom 28. Februar bis 1. März in Schwäbisch Gmünd tagt. Danach waren im vergangenen Jahr 3.668 Mitarbeiter für die 103 Mitgliedswerke der AEM weltweit im Einsatz. Das waren sechs Prozent weniger als 2010. Die AEM ist aber nach wie vor der mit Abstand größte Missionsdachverband in Deutschland. Der AEM-Vorsitzende, Missionsdirektor Detlef Blöcher (Sinsheim bei Heidelberg), begründete die Entwicklung damit, dass die Zahl junger Erwachsener in der Bevölkerung deutlich sinke. Das wirke sich auch auf die evangelikale Jugendarbeit aus. „Und das ist der Teich, in dem wir fischen“, sagte Blöcher im Blick auf die Nachwuchsgewinnung. Allerdings sei das Interesse an Kurzzeiteinsätzen junger Christen in der Weltmission nach wie vor ungebrochen stark. Blöcher äußerte zugleich die Hoffnung, dass die wachsenden fremdsprachigen und internationalen Gemeinden in Deutschland künftig mehr Missionare aussenden. Deren Potenzial sei längst nicht ausgeschöpft. Nach der aktuellen AEM-Statistik arbeiten die meisten Mitarbeiter der AEM-Werke in Europa (1.137). Dahinter folgen Afrika (903), Asien (808) und Südamerika (709).