23. August 2017

Nicht mit dem Wort Gottes „herumtricksen“

Quelle: idea.de

Der Leiter der evangelistischen Aktion ProChrist, Pfarrer Ulrich Parzany fragt: „Warum denken wir so gering von unseren Predigten?“. Foto: PR

Der Leiter der evangelistischen Aktion ProChrist, Pfarrer Ulrich Parzany fragt: „Warum denken wir so gering von unseren Predigten?“. Foto: PR

Gunzenhausen (idea) – Vor Versuchen in der Verkündigung, die christliche Botschaft den Wünschen der Hörer anzupassen, hat der Leiter der evangelistischen Aktion ProChrist, Pfarrer Ulrich Parzany (Kassel), gewarnt.

„Wir Evangelisten stehen pausenlos in der Versuchung, das Evangelium so zu verdrehen, dass es den Leuten gefällt“, sagte der ehemalige CVJM-Generalsekretär am 18. Februar in Gunzenhausen (Mittelfranken). Er hielt dort eine Bibelarbeit vor der Mitgliederversammlung des Evangelischen Gnadauer Gemeinschaftsverbandes (Vereinigung Landeskirchlicher Gemeinschaften). Parzany: „Wir tricksen nicht mit dem Wort Gottes herum.“ Er sprach über eine Stelle aus dem 2. Korintherbrief (4,1-6), in der es im Vers 5 heißt: „Denn wir predigen nicht uns selbst, sondern Jesus Christus, dass er sei der Herr …“ Parzany rief ferner dazu auf, mehr Vertrauen in die Kraft des Evangeliums zu haben. Was heute fehle, sei ein tiefer Glaube „an die Wirksamkeit des Wortes Gottes, das nicht leer zurückkommt“. Der Evangelist fragte: „Warum denken wir so gering von unseren Predigten? Warum meinen wir, unsere Taten würden mehr bewirken als das gepredigte Gotteswort?“ Parzany rief dazu auf, nicht so viel nach Methoden und Tricks zu suchen, „wie wir in dieser Welt noch bedeutungsvoll werden können“. Verkündiger hätten keine andere Kraftquelle als den Heiligen Geist, um Menschen mit dem Evangelium zu erreichen. Christen würden unglaubwürdig, wenn sie Gott die Ehre raubten und diese auf ihr eigenes Konto buchten.